Leipzig (ots) –

Quelle: (ots/MDR Mitteldeutscher Rundfunk)

Der 55. Grimme-Preis 2019 in der Kategorie „Information & Kultur“
geht an die MDR-Koproduktion „Die Story im Ersten – Am rechten Rand“.
Das teilte das Grimme-Institut am heutigen Dienstag, 26. Februar,
mit. Die Jury lobte die Dokumentation von NDR und MDR als beste und
differenzierteste Reportage, die bisher über die AfD im deutschen
Fernsehen zu sehen war.

In der Dokumentation „Die Story im Ersten – Am rechten Rand“ wird
gezeigt, wie sich die AfD immer weiter für Akteure vom rechten Rand
öffnet und wie der rechte „Flügel“ der Partei immer stärker an Macht
gewinnt. Jana Merkel (MDR) und Michael Richter (NDR) haben für die
Reportage recherchiert, wie tief führende AfD-Politiker in
rechtsradikale Netzwerke eingebunden sind. Dabei ist ein Film
entstanden, der durch Interviews und Analysen eine parteipolitische
Strategie entlarvt, die darauf setzt, rechtsradikale Ideologie durch
sprachliche Verschleierung salonfähig zu machen und auf diesem Weg
breite, bürgerliche Kreise anzusprechen. Für ihre Arbeit haben die
beiden Fernsehjournalisten jetzt den Grimme-Preis 2019 in der
Kategorie „Information & Kultur“ erhalten. „Die Story im Ersten – Am
rechten Rand“ von NDR und MDR wurde erstmals am 15. Oktober 2018 im
Ersten ausgestrahlt.

„Beste Reportage über die AfD“ – Was die Jury sagt

Für die Jury des Grimme-Preises ist der MDR-Journalistin Jana
Merkel und dem NDR-Journalisten Michael Richter „die beste, und das
bedeutet: konzentrierteste, informativste und differenzierteste
Reportage über die AfD gelungen, die im deutschen Fernsehen bisher zu
sehen war. Sie gehen ihrer Leitfrage auf eine angemessen sachliche
und nüchterne Weise nach – sogar noch in Situationen, in denen sie
selbst von rechtsextremen AfD-Sympathisanten auf eine unsachliche und
aggressionsentfesselte Weise attackiert werden.“ Nach Ansicht der
Grimme-Jury sei das vorbildlich für jeden weiteren Umgang des
deutschen Fernsehjournalismus mit diesem Thema. „Jana Merkel und
Michael Richter bleiben bei der Sache: Sie decken auf, dass sich
selbst AfD-Politiker der ersten Reihe ultrarechte Themen und
Meinungen aneignen und mitunter im neuen sprachlichen Gewand
präsentieren und dabei ihr Ziel im Blick halten, breite
Bevölkerungsteile anzusprechen.“ Für die Jury des Grimme-Preises 2019
„besticht die Reportage durch einen wohlüberlegten, sowohl
analytischen als auch selbstreflektierten Umgang mit Sprache.“ Das
sei politische Aufklärung auf höchstem Niveau.

Der Grimme-Preis zählt zu den renommiertesten
Fernseh-Auszeichnungen in Deutschland. Die Verleihung des 55.
Grimme-Preises findet am 5. April 2019 im Theater der Stadt Marl
statt. Hintergrundinformationen gibt es unter www.grimme-preis.de.

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