78112-0-7.OTS_.IPTC.jpgMainz (ots) – 2038 schließt das letzte Kohlekraftwerk. Für Industrie, E-Mobilität und Haushalte gibt es dann nur noch Ökostrom. Doch die Energiewende lahmt. „Aus für Kohle und Atom – Wie viel Energiewende verträgt Deutschland? “ fragt die ZDF-Umweltdoku-Reihe „planet e.“ am Sonntag, 22. November 2020, 16.30 Uhr. Der Film von Anna Pflüger steht ab Freitag, 20. November 2020, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek zur Verfügung. Hatte das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) einst die Energiewende vorangebracht, scheint es jetzt das Gegenteil zu bewirken. Ende 2020 werden erstmals Förderungen für Wind- und Solaranlagen auslaufen. Und wenn es keine Anschlussregelungen gibt, gehen etliche Anlagen vom Netz – und die Ökostromlücke wird größer.

Neue Ökostrom-Anlagen will derzeit kaum jemand mehr bauen. In der Regel dauert es 20 Monate, bis sämtliche Genehmigungsverfahren für ein Windkraftwerk durchlaufen sind. Den gesamten Zeitraum über muss der Investor die Finanzierung garantieren. Zudem verhindern immer neue Abstandsregelungen den Aufbau weiterer Windenergieanlagen. Technische Lösungen für die Speicherung des grünen Stroms in Form von Wärme oder Wasserstoff gibt es zwar, doch oft genießen entsprechende Anlagen keine Förderung und bekommen nur befristete Genehmigungen.

Kein Atomstrom, bald kein Kohlestrom und die lahme Energiewende – für einige Experten ist da die Stromlücke unvermeidbar. Es sei denn, die Politik ringe sich vorübergehend zur Laufzeitverlängerung einiger Atomreaktoren durch – das jedenfalls fordert die Kernenergieforscherin Anna Veronika Wendland. Sie argumentiert, dass anders die Klimaschutzziele nicht zu erreichen seien. Politischer Zoff ist da programmiert – „planet e.“ berichtet über das Energieland Deutschland zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

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Quelle:„planet e.“ im ZDF: Wie viel Energiewende schafft Deutschland?


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