Köln (ots) – AfD 4,6 Prozentpunkte unter Ergebnis der Bundestagswahl
Bei weiterhin stabiler politischer Grundstimmung in Deutschland gibt es im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer nur zwei leichte Veränderungen gegenüber der Vorwoche: Die AfD sinkt um einen Prozentpunkt auf 8 Prozent, die sonstigen kleineren Parteien legen um einen Prozentpunkt auf gleichfalls 8 Prozent zu. Im Vergleich mit der Bundestagswahl im September 2017 würde die „Alternative für Deutschland“ momentan 4,6 Prozentpunkte schlechter abschneiden. Bei den übrigen Parteien hat sich gegenüber der Vorwoche nichts geändert.

Wenn jetzt der Bundestag neu gewählt würde, könnten die Parteien demzufolge mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU 38 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), SPD 14 Prozent (20,5%), FDP 6 Prozent (10,7%), Grüne 18 Prozent (8,9%), Linke 8 Prozent (9,2%), AfD 8 Prozent (12,6%). 8 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt mit 22 Prozent momentan etwas unter dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8%).

26 Prozent der Frauen und 18 Prozent der Männer wollen nicht wählen
Die „Partei der Nichtwähler“, die im Bundesdurchschnitt in dieser Woche 22 Prozent erreicht, ist besonders stark in Ostdeutschland, bei den Frauen und bei den Arbeitern. 28 Prozent der Ostdeutschen, sieben Prozentpunkte mehr als in Westdeutschland, würden derzeit nicht zur Wahl gehen oder sind unentschlossen. 26 Prozent der Frauen aber nur 18 Prozent der Männer zählen sich derzeit zu den Nichtwählern oder Unentschlossenen. 37 Prozent der Arbeiter wollen sich momentan der Wahl enthalten oder sind unschlüssig, wem sie ihre Stimme geben sollen. Zum Vergleich: 16 Prozent der Beamten erwägen derzeit eine Wahlenthaltung.

Besonders viele der Wahlberechtigten, die sich selbst der politischen Mitte zuordnen (24%), wollen derzeit nicht wählen oder sind unentschlossen. Außerdem zählen 13 Prozent derjenigen, die sich selbst als links bezeichnen und 17 Prozent derjenigen, die sich selbst als rechts bezeichnen, derzeit zu den Nichtwählern beziehungsweise Unentschlossenen.

Kanzlerfrage: Laschet 16, Scholz 19, Habeck 20 Prozent
Falls die Unionsparteien den nordrheinwestfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet als Kanzlerkandidaten aufstellen würden, hätten sie derzeit schlechtere Aussichten als mit Markus Söder. Wenn die Wahlberechtigten in Deutschland ihren Kanzler direkt wählen könnten, würde CSU-Chef Söder 41 Prozent der Stimmen erhalten. Gegen Söder käme Olaf Scholz als Kandidat der SPD auf 14, Robert Habeck als Kandidat der Grünen auf 20 Prozent.

Laschet käme in einem Dreikampf um das Kanzleramt auf 16 Prozent, 25 Prozentpunkte weniger als Söder. Habeck würde unverändert von 20 Prozent gewählt, Scholz würde bei einem Konkurrenten Laschet mit 19 Prozent fünf Prozentpunkte besser abschneiden als gegen Söder. Wenn die CDU/CSU Laschet als Kanzlerkandidaten gegen Habeck und Scholz aufstellen würde, würden sich laut RTL/ntv-Trendbarometer 45 Prozent der Wahlberechtigten für gar keinen der drei entscheiden können. Bei der Alternative Söder-Habeck-Scholz würden nur 25 Prozent keinem der Kandidaten ihre Stimme geben.

Auch bei den Anhängern der Union würde Söder besser abschneiden als Laschet. Von den CDU-Anhängern würden 72 Prozent Söder, aber nur 30 Prozent Laschet wählen. Von den CSU-Anhängern würden 87 Prozent Söder und 29 Prozent Laschet wählen.

Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/ntv-Trendbarometer frei zur Veröffentlichung.

Die Daten zu Partei- und Kanzlerpräferenzen bei der Alternative Laschet-Scholz-Habeck wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL vom 27. bis 31. Juli 2020 erhoben. Datenbasis: 2.504 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/-2,5 Prozentpunkte. Die Daten zu den Kanzlerpräferenzen bei der Alternative Söder-Scholz-Habeck wurden vom 20. bis 24. Juli 2020 erhoben.

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Quelle:RTL / ntv Trendbarometer / Forsa-Aktuell: AfD sinkt auf 8 Prozent – Die meisten Nichtwähler bei Frauen, Ostdeutschen und Arbeitern – Kanzlerwahl: 41 Prozent würden Söder, 16 Prozent Laschet wählen


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