cover_website_archiv_1120_j.jpgBonn (ots) – Die tageszeitung wird seit August mit Ulrike Winkelmann und Barbara Junge zum ersten Mal von einem rein weiblichen Team geführt. Im journalist-Interview kündigen die Chefredakteurinnen an, das linke Profil der taz zu stärken: „Wir wollen die ökologischen wie die sozialen Themen noch stärker hervortreten lassen“, so Ulrike Winkelmann.

Die Profilschärfung dürfte kein leichtes Unterfangen werden, denn bei den einst klassischen taz-Themen wie der Klimakrise hat die Zeitung längst kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Diese Themen sind im Medien-Mainstream angekommen.

Vor einem Monat versuchte die taz auf sich aufmerksam zu machen, indem sie die Zeitung für einen Tag in die Hände von Fridays for Future und anderen Klimaaktivist*innen legte. Das brachte der Redaktion den Vorwurf ein, das Thema Klimaschutz als PR-Aktion zu inszenieren und sich überdies mit den Aktivist*innen gemein zu machen.

Dass solche Aktionen auch einen PR-Aspekt haben, verneinen Ulrike Winkelmann und Barbara Junge nicht. Inhaltlich sehen es die Chefredakteurinnen aber durchaus als ihre Aufgabe, die Ziele der Bewegung stärker in die Gesellschaft zu tragen. Zwar betont Barbara Junge: „Wir sind immer noch eine Zeitung, keine NGO.“ Sie sagt aber auch: „Wo die Grenze zwischen Aktivismus und Journalismus verläuft, muss in allen Themenfeldern ständig neu verhandelt werden.“ In der Redaktion werde gerade intensiv darüber diskutiert, „ob die Klimakrise so existenziell ist, dass sie journalistische Regeln verändert“, so Barbara Junge im journalist-Interview.

Das komplette Interview mit den taz-Chefredakteurinnen Ulrike Winkelmann und Barbara Junge lesen Sie in der November-Ausgabe des journalists, die gerade erschienen ist.

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Quelle:taz will unter neuer Doppelspitze ihr linkes Profil schärfen und „die ökologischen und sozialen Themen stärker hervortreten lassen“


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