Bonn/Hamburg (ots) – Die neue CDU-Vorsitzende Annegret
Kramp-Karrenbauer möchte in Zukunft die Mitglieder stärker einbinden
und der Parteijugend mehr Verantwortung geben. Dabei solle der neu
gewählte Generalsekretär Paul Ziemiak helfen. Die großen
Herausforderungen für die Partei seien in den kommenden Monaten und
Jahren vor allem „die Frage, wie wir anders mit den Mitgliedern
arbeiten, wie wir anders kommunizieren und wie wir uns in der
politischen Auseinandersetzung anders aufstellen. Da bietet Paul
Ziemiak ein richtig gutes Profil. Mir war es auch ganz wichtig, ein
deutliches Signal zu setzen, dass die nächste Generation in die
Verantwortung der CDU miteinbezogen wird“, sagte sie dem TV-Sender
phoenix beim Parteitag der CDU in Hamburg. Paul Ziemiak habe als
Vorsitzender der Jungen Union hervorragende Arbeit geleistet. Seine
Wahl sei „auch ein Signal an die Jüngeren in der Partei, dass wir
wollen, dass sie mitarbeiten“, so Kramp-Karrenbauer weiter.

Als nächste Kanzlerkandidatin sieht sich Kramp-Karrenbauer nicht.
Der Parteitag habe deutlich gemacht, dass er sich wünscht, dass diese
Legislaturperiode mit Angela Merkel an der Spitze bis 2021 gehe. „Das
unterstütze ich aus vollem Herzen. Deswegen sehe ich meine Aufgabe
als Chefin der Regierungspartei eben auch darin, der Regierung die
notwendige Stabilität zu geben, damit das möglich ist“, führte
Kramp-Karrenbauer weiter aus. Die CDU habe jede Menge programmatische
Punkte, um ein noch stärkeres Eigenprofil zu entwickeln,
beispielsweise Diskussionen über das Grundsatzprogramm, soziale
Marktwirtschaft, Migration, innere Sicherheit und das
Europawahl-Programm.

Auch der unterlegene Kandidat Friedrich Merz solle in Zukunft eine
Rolle spielen. Kramp-Karrenbauer kündigte an: „Ich werde in den
nächsten Tagen mit Friedrich Merz noch einmal das Gespräch suchen, um
darüber zu reden, wie er sich in die Partei einbringen kann, denn das
ist das, was die Menschen und die Mitglieder erwarten.“ Friedrich
Merz habe immer deutlich gemacht, dass für ihn die Einheit in der
Partei eine große Rolle spiele.

Bei den im kommenden Jahr anstehenden Landtagswahlen in
Ostdeutschland solle die CDU die bestimmende Kraft bleiben oder
werden. „Wir schauen nicht zu den anderen Parteien, wir wollen das
aus eigener Stärke schaffen“, sagte Kramp-Karrenbauer.

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