Berlin (ots) – Bundesumweltministerin Svenja Schulze ist seit dem
heutigen Donnerstag Schirmherrin des NABU-Projekts „Gemeinsam Boden
gut machen“. Mit dieser Initiative unterstützt der Umweltverband
Landwirte, die von konventionellem Anbau auf Öko-Landbau umsteigen
wollen. Bisher konnte deutschlandweit eine Fläche von fast 10.000
Hektar, in etwa die Größe der Insel Sylt, umgestellt werden.

Unterstützt wird das Projekt durch die „Alnatura
Bio-Bauern-Initiative“ des Bio-Händlers Alnatura und weiteren
Partnern aus der Biobranche. Beim Verkauf jedes Produkts in einem
Alnatura-Markt, das mit „Gemeinsam Boden gut machen“ gekennzeichnet
ist, sowie von allen monatlichen Aktionsartikeln, geht ein Cent an
das Projekt. Bei ihrem Besuch des Alnatura-Marktes in Berlin-Moabit
kündigte Bundesumweltministerin Schulze an, sich für eine bessere
finanzielle Honorierung der Umweltleistungen von Landwirten und für
eine Steigerung des Bio-Anbaus in Deutschland stark zu machen.

Bundesumweltministerin Schulze sagte im Rahmen eines Interviews
mit dem Alnatura-Magazin: „Der Anteil des Ökolandbaus an der
Gesamtanbaufläche wächst kontinuierlich – aber nicht schnell genug.
Das Projekt ‚Gemeinsam Boden gut machen‘ hilft Landwirten dabei, vom
konventionellen auf den ökologischen Landbau umzustellen. Das
unterstütze ich. Denn eine solche Umstellung hat zahlreiche Vorteile
für Mensch und Umwelt – beispielsweise für die Bodenqualität, die
Gewässer, die Artenvielfalt und das Landschaftsbild.“

Bis 2030 will die Bundesregierung erreichen, dass 20 Prozent der
landwirtschaftlichen Fläche Deutschlands biologisch bewirtschaftet
werden. Noch sind dazu weitere zwölf Prozent notwendig. Fehlende
finanzielle Anreize, vor allem durch die EU-Agrarpolitik, sind
bislang ein entscheidendes Hindernis.

„Landwirte stehen heute oft vor der schwierigen Entscheidung:
wachsen oder weichen. Wir freuen uns, dass wir – gemeinsam mit der
Bundesumweltministerin – Bäuerinnen und Bauern über das Projekt die
Chance bieten können, einen alternativen Weg zu gehen. Ziel muss es
sein, dass sich umweltgerechtes Wirtschaften für Landwirte lohnt“, so
NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Der entscheidende Hebel für
eine naturverträglichere Landwirtschaft liege, so betonte der
NABU-Bundesgeschäftsführer, in der Ausgestaltung der künftigen
EU-Agrarpolitik. Landwirte müssten deutlich besser für ihre konkreten
Naturschutzleistungen entlohnt werden.

Einmal pro Jahr – von Februar bis Juli – sind neue Bewerbungen für
den Förderpreis „Gemeinsam Boden gut machen“ möglich. Die
ausgewählten Betriebe erhalten dabei eine Anschubfinanzierung von bis
zu 60.000 Euro. Auf der Fachmesse für Bio-Lebensmittel in Nürnberg
oder dem Umweltfestival am Brandenburger Tor werden sie feierlich
ausgezeichnet. 2018 konnte insgesamt eine Fördersumme von rund
310.000 Euro ausgeschüttet werden.

Seit Beginn des Projekts wurden 53 Landwirte aus elf Bundesländern
auf ihrem Weg zum Bio-Betrieb unterstützt, vom Milchbauern über
Saatgut-Produzenten, Winzer oder Schäfer bis hin zum Walnuss-Bauern.
Durch die Umstellung sind ihre Flächen nun beispielsweise frei von
chemisch-synthetischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln wie
Glyphosat, die nachweislich Böden, Insekten und Vögeln schaden.

Alnatura-Geschäftsführer Götz Rehn: „Wir freuen uns, den
Bio-Landbau in Deutschland entscheidend mit steigern zu können. Auch
unsere Kunden haben durch die Wahl der ‚Gemeinsam Boden gut
machen‘-Produkte die Chance, ihren Beitrag zu einer nachhaltigeren
Landwirtschaft in Deutschland zu leisten.“

Die nächste Bewerbungsrunde startet im Februar 2019 und läuft bis
zum 31. Juli 2019.

Weitere Informationen und Bewerbungsbedingungen: www.NABU.de/abbi
bzw. www.alnatura.de/abbi

Kostenfreie Pressefotos: www.NABU.de/pressebilder_ABBI

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