Potsdam (ots) – Die AfD-Fraktion im Landtag Brandenburg setzt sich
dafür ein, Schlachthöfe in der Region zu fördern und lange
Tiertransporte in das Ausland zu vermeiden. Oft werden, um ein paar
Euro bei der Schlachtung zu sparen und den Profit geringfügig zu
erhöhen – Tiere unter unwürdigen Bedingungen ins Ausland geschafft
und dort – jeder deutschen Kontrolle entzogen – von zum Teil
Nicht-Fachpersonal geschlachtet.

Franz Wiese, der verbraucherschutzpolitische Sprecher der
AfD-Fraktion, erklärt dazu:

„Tiertransporte unterliegen in Deutschland strengen Auflagen. Aber
schon beim ersten Überfahren der Grenzen sind die deutschen
Regularien so gut wie vergessen. Deutsche Rinder werden ohne Wasser
oder sonstige Versorgung auf ausländischen Lastwagen mehrere tausend
Kilometer weit nach Osteuropa und darüber hinaus transportiert. Nur
um dann – und auch das ist scheinbar kein Einzelfall – von ungeübten
Schlächtern in improvisierten Schlachthäusern brutal und ohne
Sachkenntnis abgeschlachtet zu werden. Darüber wurde erneut in der
gestrigen Ausschusssitzung im Landtag berichtet. Wir müssen endlich
wieder zur regionalen Schlachtung in Brandenburg zurückfinden, um
diesen Wahnsinn zu beenden. Lebende Rinder sind nicht mehr zu
exportieren, wenn Transport und Schlachtung nicht lückenlos
dokumentiert und überwacht werden können.“

Sven Schröder, agrarpolitischer Sprecher und stellvertretendes
Mitglied im Verbraucherschutzausschuss des Landtages, ergänzt:

„Die besten Regeln nützen nichts, wenn überall Kontrolleure
fehlen, um deren Einhaltung zu überwachen. Die Veterinärämter sind
mit der Aufgabe, den Export tausender Rinder zu gewährleisten, völlig
überfordert und personell dafür nicht ausreichend ausgestattet. Wer
Tierschutz ernsthaft betreiben will, muss die entsprechende
Infrastruktur sowie das entsprechende Geld dafür zur Verfügung
stellen. Alles andere bleibt leere Symbolpolitik.“

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