Brüssel (ots) –

Quelle: (ots/LKR – Die Eurokritiker)

Besorgt reagierte der Europaabgeordnete Bernd Lucke
(Liberal-Konservative Reformer) auf die soeben bekanntgewordene
Wachstumsprognose der Europäischen Kommission: „Deutschland liegt
2019 auf dem vorletzten Platz der 28 EU-Mitglieder. Nur Italien
wächst noch langsamer. Das zeigt, dass Deutschland in den nächsten
Jahren auf keinen Fall wieder als Zahlmeister der europäischen
Krisenstaaten herangezogen werden darf.“

„Die EU-Staaten sollten alle Träume einer Transferunion umgehend
begraben. Deutschland kann das nicht auch noch finanzieren.“, sagte
Lucke. „Es besteht die Gefahr, dass Deutschland demnächst wieder der
kranke Mann Europas ist. Diese Situation hatten wir schon in den
ersten Jahren des Euros.“ Lucke argumentierte, dass die
beträchtlichen Lohnzuwächse in Deutschland die Wettbewerbssituation
Deutschlands bereits seit geraumer Zeit verschlechterten. Zudem
belaste der starke Preisanstieg bei CO2-Zertifikaten die
energieintensive Produktion in Deutschland. Lucke kritisierte, dass
viele Betriebe im Energiebereich doppelt belastet würden, weil sie
mit der EEG-Umlage auch noch einen deutschen Sonderweg in der
Energiepolitik finanzieren müssten.

Lucke verwies darauf, dass für Deutschland nur noch ein Wachstum
von 1,3% prognostiziert werde. Das sei viel weniger als noch vor
wenigen Monaten. Eine weitere Eintrübung sei zu befürchten. Zu Recht
habe Finanzminister Scholz darauf verwiesen, dass die fetten Jahre
für Deutschland vorbei seien.

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