Berlin (ots) –

Quelle: (ots/ASB-Bundesverband)

Der Deutsche Bundestag berät heute abschließend über das
KiTa-Qualitäts- und Teilhabeverbesserungsgesetz. Der Bund will in den
kommenden vier Jahren 5,5 Milliarden Euro investieren, um die
Qualität in der Kindertagesbetreuung zu verbessern und Eltern von
Beiträgen zu entlasten. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hält es
jedoch aufgrund der zeitlichen Befristung der Bundesmittel und der
geringen Verbindlichkeit für fraglich, dass so die bestehenden
Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern abgebaut werden können.

„Die Qualität in der Kindertagesbetreuung kann nur verbessert
werden, wenn es eine dauerhafte Unterstützung durch den Bund gibt“,
macht Dr. Bettina Leonhard, Abteilungsleiterin Soziale Dienste des
ASB, deutlich. Hier muss in den nächsten Jahren eine stetig wachsende
und zusätzliche finanzielle Beteiligung des Bundes erreicht werden.

Perspektivisch sollten zudem zentrale Qualitätskriterien
bundesweit einheitlich geregelt werden, um insbesondere den
Fachkraft-Kind-Schlüssel zu verbessern und mehr Zeitressourcen für
Leitungsaufgaben zu schaffen. Zu befürchten sei, dass zahlreiche
Bundesländer die Mittel jetzt für die generelle Beitragsfreiheit
einsetzen, anstatt dringend notwendige strukturelle Verbesserungen im
Bereich der Kindertagesbetreuung anzugehen. „Für eine verbesserte
Kindertagesbetreuung müssen Qualitätsmaßnahmen und allgemeine
Gebührenbefreiung getrennt voneinander angegangen werden“, betont Dr.
Bettina Leonhard. „Wenn das Ziel einer generellen Beitragsfreiheit
verfolgt werden soll, müssen dafür erhebliche zusätzliche finanzielle
Mittel zur Verfügung gestellt werden.“

Pressekontakt:
Nadine Koberstein
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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