Berlin (ots) –

Quelle: (ots/Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe)

Die deutsche und die ungarische Luftwaffe wollen künftig noch
enger zusammenarbeiten. Synergien werden dabei in den Bereichen
Lufttransport, Führung von Luftstreitkräften, Übungen sowie
Luftverteidigung gesehen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, der NATO
zukünftig gemeinsame und leistungsfähige Beiträge, beispielsweise für
die „Very High Readiness Joint Task Force“ bereitzustellen.

Quelle: (ots/Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe)

Beim zweitägigen Besuch des Inspekteurs der Luftwaffe,
Generalleutnant Ingo Gerhartz, in Budapest unterzeichnete er mit dem
Inspekteur der ungarischen Luftwaffe, Brigadegeneral Nandor Kilian,
eine Vereinbarung zur Vertiefung der Zusammenarbeit beider
Luftstreitkräfte. Auch die mögliche Beteiligung des NATO-Partners an
der künftig auf dem Fliegerhorst Lechfeld mit dem A400M
aufzustellenden, multinationalen Lufttransporteinheit war Teil der
bilateralen Gespräche. „Ungarn ist für uns ein wichtiger NATO-Partner
in Osteuropa“, so Gerhartz. „Ich freue mich, dass wir mit der
heutigen Unterzeichnung dieser gemeinsamen Erklärung die bislang
schon gute Zusammenarbeit weiter intensivieren und ausbauen können.“

Quelle: (ots/Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe)

Luftwaffen-Experten aus acht Nationen stimmen sich ab

Quelle: (ots/Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe)

Parallel findet in diesen Tagen in Budapest – erstmals außerhalb
Deutschlands – die Multinational Air Group (MAG)-Konferenz statt. Die
beiden Luftwaffenchefs eröffneten die bereits vierte Veranstaltung
dieser Art, auf der Experten aus Estland, Finnland, Polen, der
Slowakei, Bulgarien, Tschechien, Ungarn und Deutschland bislang
gemeinsam erreichte Fortschritte abgleichen sowie nächste Ziele und
Übungen konkretisieren.

Quelle: (ots/Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe)

Diese MAG – unter deutscher Führung und mit Beteiligung
europäischer Partnernationen – wird in den nächsten Jahren für die
NATO aufgestellt. Über verschiedene Wegmarken soll dabei im Jahr 2026
die volle Einsatzbereitschaft mit allen von der NATO geforderten
Fähigkeiten erreicht werden. Auf dem Weg dorthin ist es erforderlich,
gemeinsam mit den Partnern zu trainieren und in den Bereichen
Ausbildung, Technik, Logistik intensiv zusammenzuarbeiten. Durch
einen ständigen Informationsaustausch will man den gesetzten Zielen
Stück für Stück näherkommen.

NATO-Konzept wird realisiert

In diesem und in den kommenden Jahren finden dazu jeweils vier
„MAGDAYs“ statt. Dabei üben die internationalen Partner in
Deutschland gemeinsam mit der Luftwaffe. Alle deutschen Jetverbände
und eine Vielzahl weiterer Dienststellen der Luftwaffe werden an
diesen Übungen beteiligt sein. Sie dienen dem Sammeln weiterer
gemeinsamer Erfahrungen und dem gegenseitigen Austausch, insbesondere
von fliegerischer Expertise. Die vorhandenen nationalen Ressourcen
sollen gleichzeitig noch effektiver organisiert werden. Der damit
einhergehende Fähigkeitsgewinn dient der Erhöhung der
Einsatzfähigkeit multinationaler Luftstreitkräfte. Dies stellt die
Umsetzung des von Deutschland bei der NATO initiierten
Rahmennationenkonzept (Framework Nations Concept, FNC) dar. Kern ist
eine gemeinsame Entwicklung militärischer Fähigkeiten, die
langfristigen Zielsetzungen folgt, aber bereits jetzt die
Interoperabilität zwischen den beteiligten Streitkräften wirkungsvoll
vorantreibt.

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