Berlin/Straßburg (ots) – Der NABU begrüßt, dass das EU-Parlament
am heutigen Mittwoch mit sehr großer Mehrheit dafür gestimmt hat, den
Verbrauch von Kunststoff-Einwegprodukten zu reduzieren und bestimmte
Produkte auch zu verbieten.

„Es ist höchste Zeit, dass die Politik gesetzgeberisch in dem
Markt eingreift. Allein in Deutschland fallen jährlich fast 350.000
Tonnen Abfall durch Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen an. Fast
ein Drittel davon aus Plastik. Besonders erschreckend: Die
Abfall-Berge wachsen seit Jahren. So hat sich etwa der Müll aus
Einweg-Besteck in den letzten 25 Jahren verdoppelt. Daher ist es gut,
dass jetzt auch die Parlamentarier die Reißleine ziehen und diese
unnötigen Müllberge abbauen wollen. Denn auch in Deutschland landet
Plastikmüll viel zu oft in der Natur“, so NABU-Präsident Olaf
Tschimpke.

Ideen und Konzepte für umweltfreundliche Mehrweg-Alternativen
seien längst vorhanden, würden aber wegen fehlender Gesetzgebung und
aufgrund fehlender finanzieller Anreize bisher kaum genutzt. Nun sei
die Bundesregierung gefordert, sich in den weiteren EU-Verhandlungen
dafür einzusetzen, dass die Richtlinie in den weiteren Verhandlungen
nicht verwässert wird, um die schädlichen Auswirkungen von
Einwegprodukten auch tatsächlich wirkungsvoll einzudämmen.

Zahlen und Daten zu Einweg-Geschirr in Deutschland:
www.NABU.de/einweggeschirr
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