Rostock (ots) –

Quelle: (ots/Presse- und Informationszentrum Marine)

Am Freitag, den 21. Dezember 2018 um 10 Uhr wird der Tender
„Rhein“ im Heimathafen Kiel zurückerwartet. Die knapp 70-köpfige
Besatzung aus dem Unterstützungsgeschwader machte sich Mitte Juni auf
den Weg ins Mittelmeer. In den vergangenen sechs Monaten führte der
Tender unter dem Kommando von Fregattenkapitän Alexander Stark (47)
den Ständigen NATO Minenabwehrverband SNMCMG 2 (Standing NATO Mine
Countermeasures Group 2). Der Tender wurde dabei als Flaggschiff für
den Kommandeur des Minenabwehrverbandes eingesetzt, den deutschen
Fregattenkapitän Frank Maginsky (48). „Wir sind die NATO auf See“,
erklärt der Stabsoffizier, der am 6. Juli 2018 im Hafen von Souda
(Kreta, Griechenland) das NATO-Kommando übernommen hatte. Ihm
unterstanden zeitweise sieben Minenabwehreinheiten der Allianz. „Von
Gibraltar bis ins Schwarze Meer waren wir unterwegs“, betont
Maginsky. „Highlights waren die beiden ‚Black Sea Deployments‘ –
unsere Manöver im Schwarzen Meer. Die Übungen mit unseren
bulgarischen und rumänischen Partnern bleiben uns genauso in
Erinnerung wie die Hafenaufenthalte in Georgien und der Ukraine.
Nicht nur an Manövern, sondern auch an Seemeilen haben wir einiges
hinter uns gebracht. Wir freuen uns, dass wir nun nach einer so
langen Fahrtstrecke eine Punktlandung zum Einlauftermin vor
Weihnachten schaffen.“ Die Deutsche Marine wird auch nach dem
Jahreswechsel ein Flaggschiff und den Kommandeur für den
NATO-Minenabwehrverband im Mittelmeer stellen. Ende Januar wird der
Tender „Werra“ den Heimathafen Kiel verlassen, um bis zum Sommer die
SNMCMG2 anzuführen.

Hintergrundinformationen

Die NATO unterhält vier ständige maritime Einsatzverbände, die von
den Mitgliedsstaaten mit Schiffen und Booten besetzt werden und
gemeinsam mit Luft- und Landstreitkräften sowie Spezialeinheiten die
2002 aufgestellten NATO-Eingreifkräfte NATO RESPONSE FORCE bilden.

Die Einheiten in diesen Verbänden haben ein mehrmonatiges
Ausbildungsprogramm absolviert und sind auf hohem Ausrüstungs- und
Ausbildungsstand. Sie können nach entsprechenden NATO- und nationalen
Beschlüssen schnell verlegt werden und stehen für Operationen im
Rahmen des Krisenmanagements genauso zur Verfügung wie für Maßnahmen
der kollektiven Verteidigung. Sie unterstehen dem Oberbefehl des
NATO-Befehlshabers in Europa (Supreme Allied Commander Europe,
SACEUR). Die NATO RESPONSE FORCE wurde auf Beschluss der
Mitgliedsstaaten 2014 um eine als „Speerspitze“ bekannte VERY HIGH
READINESS JOINT TASK FORCE (VJTF) erweitert, zu der auch die
maritimen Einsatzgruppen zählen.

Die Zusammenziehung zu einer NATO RESPONSE FORCE dient außerdem
der gemeinsamen Ausbildung und Qualifizierung, weshalb die Verbände
regelmäßig an Manövern unter NATO-Führung oder auf Einladung
einzelner Mitgliedsstaaten teilnehmen. Die SNMCMG 2 operiert
ganzjährig überwiegend im Mittelmeer und angrenzenden Seegebieten.
Der Verband hat den Auftrag, in See in Einsatzbereitschaft zu stehen
und dabei alle Aspekte der Minenkampfführung zu trainieren. Sie
demonstrieren die Entschlossenheit und den Zusammenhalt der Allianz
und vertiefen durch Hafenbesuche und Austauschprogramme die
Kooperation mit Partnerstaaten.

Hinweise für die Presse

Medienvertreter sind zum Pressetermin „NATO-Flaggschiff auf
Heimatkurs“ eingeladen. Für die weitere Ausplanung und Koordinierung
wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten.

Termin:

Freitag, den 21. Dezember 2018, 10 Uhr. Eintreffen bis spätestens
9.15 Uhr. Ein späterer Einlass ist nicht mehr möglich.

Ort:

Hauptwache Marinestützpunkt Kiel, Schweriner Straße 17a, 24106
Kiel

Programm:

9.35 Uhr Eintreffen Kommandeur Unterstützungsgeschwader auf
Tirpitzmole

10.00 Uhr

Manöveranpfiff, Anlegen Tender „Rhein“; anschl. Meldung Kommandant
„Rhein“ an Kommandeur Unterstützungsgeschwader; Marsch
Einsatzflottille 1; Begrüßung durch Kommandeur
Unterstützungsgeschwader; Nationalhymne

Anmeldung:

Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden
Anmeldeformular bis Donnerstag, den 20. Dezember 2018, 13.00 Uhr beim
Presse- und Informationszentrum unter der Fax-Nummer +49
(0)431-71745-1412 oder per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen
sind nicht möglich.

Pressekontakt:
Presse- und Informationszentrum Marine
Pressestelle Kiel
Tel.: +49 (0)431-71745-1410/1411
E-Mail: markdopizpressestellekiel@bundeswehr.org

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