Frankfurt am Main (ots) –

– KfW stellt im Auftrag des BMU Mittel in Höhe von 7 Mio. EUR
bereit
– Förderung von wirtschaftlicher und umweltfreundlicher Fischerei
– 55.000 Küstenanrainer profitieren

Deutschland stellt weitere Mittel zum Schutz gefährdeter
Korallenriffe in Südostasien bereit. Dazu hat die KfW heute im
Auftrag des Bundesumweltministeriums einen Zuschussvertrag in Höhe
von 7 Mio. EUR mit der US-amerikanischen Umweltorganisation Wildlife
Conservation Society (WCS) unterzeichnet. Ziel des gemeinsamen
Projektes ist der nachhaltige Schutz mariner Lebensräume, in erster
Linie vor der Küste der indonesischen Insel Sulawesi. Das Vorhaben
ist Teil der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des BMU. Die
Unterzeichnung fand im Rahmen der internationalen
Meeresschutz-Konferenz „Our Ocean“ auf Bali im Beisein von
Bundesumweltministerin Svenja Schulze statt.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Korallenriffe sind vom
Klimawandel besonders bedroht. Schon heute beobachten wir, dass viele
Korallenriffe wegen der steigenden Meerestemperatur ausbleichen.
Damit gehen wertvolle Meereslebensräume verloren. In Indonesien gibt
es eines der größten Vorkommen. Deshalb setzen wir hier mit unserem
Schutzprogramm im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative
an.“

Neben der Errichtung von zusätzlichen Meeresschutzgebieten soll
auch ein nachhaltiges und effektives Management der lokalen
Fischereiwirtschaft gefördert werden. Die Projektaktivitäten finden
in den drei Provinzen West Nusa Tenggara, Nord Sulawesi und Aceh
statt, wo insgesamt rund 55.000 Bewohner von den geförderten
Maßnahmen profitieren. Landwirtschaft und Fischerei stellen für einen
Großteil der ansässigen Bevölkerung die Haupterwerbsquelle dar. Durch
die von der KfW geförderten Maßnahmen werden Anreize geschaffen,
umweltschädliche Fischereipraktiken und Überfischung merklich zu
reduzieren.

„Indonesien weist mit seinen Korallenriffen und Fischarten eine
weltweit einzigartige marine Biodiversität auf. Umso wichtiger ist
es, mithilfe von wirtschaftlicher, aber auch umweltfreundlicher
Fischerei diese noch lange zu erhalten“, sagte Prof. Dr. Joachim
Nagel, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe. „Die Errichtung
weiterer Meeresschutzzonen und die Unterstützung der lokalen Fischer
leisten dabei einen entscheidenden Beitrag.“

Indonesien ist Gründungsmitglied der Coral Triangle Initiative
(CTI) – einer sechs Staaten umfassenden Kooperation, die sich seit
2009 für den Erhalt des Korallendreiecks einsetzt. Das nun von KfW
und WCS gestartete Projekt erweitert das bestehende CTI-Portfolio und
hilft dabei, die gemeinsamen Ziele der Partnerländer zu erreichen und
unzureichendes Management der marinen Ressourcen einzudämmen.

Bereits Mitte Oktober hat die KfW zusammen mit der Europäischen
Investitionsbank und der französischen Förderbank AFD die Clean
Oceans Initiative mit einem Gesamtvolumen von 2 Mrd. EUR zur
Säuberung der Meere gestartet. Der Schutz des maritimen Lebensraumes
stellt eine wichtige Aufgabe der heutigen Zeit dar.

Weitere Informationen

Zur Internationalen Klimaschutzinitiative:
https://www.international-climate-initiative.com/

Zum Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank finden Sie unter:
www.kfw-entwicklungsbank.de.

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