evz_Jubilaeumslogo_RGB.jpgBerlin (ots) – Vor 20 Jahren, am 31. August 2000, tagte erstmals das international besetzte Kuratorium der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ). Im Fokus standen damals die Auszahlungen an ehemalige NS-Zwangsarbeiter*innen, die im Jahr 2007 abgeschlossen wurden: „Die Gründungsgeschichte der Stiftung EVZ ist historisch einzigartig. Nach langen gesellschaftlichen Debatten und internationalen Verhandlungen wurde das Gesetz zur Gründung der Stiftung im August 2000 verabschiedet. Im Ergebnis erhielten mehr als 1,6 Millionen Opfer von Zwangsarbeit eine individuelle Zahlung. Für sie zählte vor allem die moralische Geste, also die Anerkennung des erlittenen Leides“, betont Kuratoriumsvorsitzende Annette Schavan.

Dauerhafte Förderung

Die langfristige Aufgabe der Stiftung ist es, noch lebende NS-Opfer zu unterstützen sowie Projekte der historisch-politischen Bildung und der Menschenrechtsbildung zu fördern. „Wir möchten junge Menschen für Geschichte begeistern, indem wir ihnen die Zusammenhänge zwischen historischen Ereignissen, gesellschaftlichen Entwicklungen und ihrer eigenen Geschichte aufzeigen und sie ermuntern, diese Aspekte zu untersuchen“, so Schavan.

Die Förderaktivitäten der Stiftung EVZ werden kontinuierlich angepasst, um auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren und die wirksamsten Projekte fördern zu können. So zeigte sich in der EVZ-Studie „MEMO Deutschland“, dass Besuche von historischen Orten in der geschichtlichen Bildung am prägendsten sind:

„Mit unseren neuen Förderprogrammen ‚local history‘ und ‚Jugend erinnert‘ können historische Orte entdeckt und so die Erinnerung an die NS-Zeit im kollektiven Gedächtnis von heute verankert werden. Angesichts von anschwellendem Antisemitismus und Rassismus bleibt es unser Auftrag, diese Erinnerung auch für kommende Generationen wachzuhalten. Wir machen uns weiterhin stark für Menschenrechte, Diversität und Toleranz“, sagt Vorstandsvorsitzende Dr. Andrea Despot.

Die Stiftung EVZ fördert Projekte mit den Schwerpunkten Auseinandersetzung mit der Geschichte, Handeln für Menschenrechte und Engagement für NS-Opfer. Insgesamt wurden seit Stiftungsgründung 5.310 Projekte mit 144,5 Mio. Euro umgesetzt. Im Jahr 2020 stehen für die Projektförderung 8,4 Mio. Euro zur Verfügung.

Für ihre Aktienanlagestrategie hat die Stiftung am 27. August den portfolio institutionell Award 2020 in der Kategorie „Bester Investor Aktien“ gewonnen.

Zahlen, Fakten und Videos zum Jubiläum unter www.stiftung-evz.de/20Jahre (http://www.stiftung-evz.de/20Jahre) und auf Instagram: www.instagram.com/stiftungevz (http://www.instagram.com/stiftungevz)

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Pressekontakt:

Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ)
Nadine Reimer
Friedrichstraße 200
10117 Berlin
Tel. 0174 / 1767654
E-Mail: reimer@stiftung-evz.de
www.stiftung-evz.de


Quelle:20 Jahre Stiftung EVZ / Unterstützung von NS-Überlebenden und neue Formen der historischen Bildung über die NS-Zeit bleiben wichtige Aufgaben der Stiftung EVZ


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