Frankfurt (ots) – Die Frankfurter Rundschau kommentiert das „Jugendwort des Jahres“:

Eine Runde chillen, sich zu etwas committen oder sich in diesem seltsamen Jahr total „lost“ fühlen. Immer weitere Anglizismen und aus dem Arabischen oder Türkischen abgeleitete Wörter erobern über die junge Generation die deutsche Sprache – und bereichern sie.
Bereichern? Na klar! Diejenigen, die über den Untergang der Sprache Goethes und Schillers jammern, übersehen, dass Sprachen nicht statisch sind – weil sich auch die Gesellschaften verändern, in denen sie gesprochen werden. Wer sie verstehen will, sollte hinhören. Oft lassen sich anhand der Wortneuschöpfungen und -adaptionen auch Rückschlüsse auf die Stimmung einer Zeit ziehen.
In diesem Sinne ist das gerade zum „Jugendwort des Jahres“ gekürte „lost“ passend. Denn wer, bitte, fühlt sich in diesem Jahr nicht etwas verloren, unsicher oder neben sich stehend?

Pressekontakt:

Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3989

Quelle:Frankfurter Rundschau: Pressestimme zum Jugendwort des Jahres


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