1_TWIST_©MDR_Hoferichter_Jacobs_Jörg_Junge.jpgLeipzig (ots) – Am 4. Oktober um 16.30 Uhr macht das neue arte-Magazin TWIST erstmals Zwischenstopp in Ostdeutschland. In Halle an der Saale leben seit dem Mittelalter Juden. Der Anschlag zu Jom Kippur im vergangenen Jahr hat die Stadt und das Leben erschüttert. Wie hat sich die Wahrnehmung des jüdischen Lebens seither verändert? Und wie haben Künstler und Kreative diese aufgegriffen? Produziert wurde die Folge von MDR KULTUR.

Nach Amsterdam, Berlin, Wien und Mannheim steht im arte-Magazin TWIST ein Blick nach Halle an der Saale an. Für die Ausgabe am 4. Oktober begibt sich Moderatorin Bianca Hauda in eine zerrissene Stadt – ein Jahr nach dem tödlichen Anschlag auf eine Synagoge ausgerechnet an Jom Kippur, dem jüdischen Fest der Versöhnung.

Mit den Autoren Max Czollek und Levi Israel Ufferfilge spricht die Moderatorin über die Zuschreibungen für Juden in Deutschland und warum diese in der Gesellschaft bis heute Bestand haben. Bianca Hauda trifft außerdem Ezra Waxmann und Valentin Lutset, die den Anschlag am 9. Oktober 2019 erlebt haben. Lutset arbeitet momentan gemeinsam mit dem Berliner Künstler Benyamin Reich an einem Fotoprojekt zum Thema. Sie haben Mitglieder der jüdischen Gemeinde fotografiert, die am Tag des Anschlags in der Synagoge waren.

TWIST zeichnet ein Stimmungsbild des jüdischen Lebens in Europa, taucht ein in den Alltag einer erschütterten Stadt, in der sich antisemitische und rassistische Tendenzen zeigen und die zugleich weltoffene und tolerante Kulturmetropole ist: Heimat der renommierten Kunsthochschule Burg Giebichenstein, der weltweit ältesten Wissenschaftsakademie Leopoldina, der Franckeschen Stiftungen zu Halle und nicht zuletzt Geburtsort von Georg Friedrich Händel.

Das Ergebnis ist ein Portrait dieser widersprüchlichen Stadt mit ihrer kulturellen Vielfalt, wie der kürzlich eröffneten Ausstellung über den genialen französischen Künstler und Modefotografen Guy Bourdin oder die Karl Lagerfeld-Retrospektive im Kunstmuseum Moritzburg.

Ab Sonntag ist die Sendung auch in der Mediathek von arte zu sehen

Pressekontakt:

MDR, Presse und Information, Kerstin Gensel-Dittmann, Tel.: (0341) 3 00 65 35, E-Mail: presse@mdr.de, Twitter: @MDRpresse

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Quelle:MDR KULTUR blickt gemeinsam mit arte auf das jüdische Leben in Mitteldeutschland


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