Halle (ots) – Genscher war es, der 1991 die Außenminister Frankreichs und Polens in die deutsche Kulturstadt einlud. Er schuf damit ein Gesprächsforum zwischen drei Nationen, die auf ein Jahrhundert von Vernichtungskrieg und Versöhnungsversuchen blickten und nun den europäischen Motor am Laufen halten sollten.
Daraus wurde nichts. Der Multilateralismus geriet unter wachsenden Druck. Zwar gelang es im diplomatischen Kontakt zwischen Paris, Brüssel, Berlin und Warschau noch, die EU-Osterweiterung aufs Gleis zu setzen. Aber spätestens seit der Migrationskrise von 2015 ist die Ost-West-Spaltung in Europa unübersehbar. Gemeinsam „genscherisierend“ wäre Europa besser dran.

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Quelle:Mitteldeutsche Zeitung zum Weimarer Dreieck


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