Osnabrück (ots) – SPD fordert Nachbesserungen an Scheuers
Klimaschutzplan

Fraktionsvize Bartol: Doppelte Lücke bei Finanzierung und
Einsparzielen – „Ideenfeuerwerk hilft nicht weiter“

Osnabrück. Der Koalitionspartner SPD hat Verkehrsminister Andreas
Scheuer (CSU) aufgefordert, sein milliardenschweres Klimaschutzpaket
zur Reduktion der CO2-Emissionen nachzubessern. „Bisher ist nicht
klar, wie Herr Scheuer seine ganzen Ideen bezahlen und wie er damit
die vereinbarten Einsparziele bei klimaschädlichen Gasen im
Mobilitätssektor erreichen will“, sagte SPD-Vizefraktionschef und
Verkehrsexperte Sören Bartol der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
„Solange der Verkehrsminister seine doppelte Lücke bei der
Finanzierung und bei der Einsparung von Kohlendioxid nicht auflösen
kann, hilft das bei der Suche nach einem schlüssigen Gesamtkonzept
nicht weiter.“

Aus dem Verkehrsministerium war am Freitag ein Arbeitspapier für
den Klimagipfel in der kommenden Woche bekannt geworden. Demnach will
Scheuer mit insgesamt 75 Milliarden Euro bis 2030 für mindestens
sieben Millionen Elektrofahrzeugen sorgen und eine deutliche
Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene erreichen.

„Ob es für die laufende Debatte wirklich klug ist, mit einem
Feuerwerk vieler einzelner Ideen an die Öffentlichkeit zu gehen, wage
ich zu bezweifeln“, sagte Bartol. „Um die Erderwärmung zu stoppen,
müssen wir insbesondere im Mobilitätssektor bei der Vermeidung von
klimaschädlichem Kohlendioxid vorankommen. Da braucht es ein
schlüssiges Gesamtpaket. Bisher klafft da noch eine große Lücke.“

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