76612-0-1.OTS.JPGMainz (ots) –

Donnerstag, 13. August, 20.15 Uhr
Erstausstrahlungen Für Wildnis ist in Deutschland zwischen Verkehrs-, Siedlungs-, Industrie- und Agrarflächen kaum Platz. Doch die Bundesregierung hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis 2020 soll eine EU-Vorgabe umgesetzt werden, nach der auf zwei Prozent der Landesfläche wieder Wildnis entstehen soll. „Wissen hoch 2“ beschäftigt sich in 3sat am Donnerstag, 13. August 2020, ab 20.15 Uhr in der Wissenschaftsdokumentation „Wildnis in Deutschland“ mit der Frage, ob man Wildnis wieder erschaffen kann. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen, wie aus einer Kulturlandschaft wieder eine Naturlandschaft werden kann. Erstausstrahlungen.

Wilden Wald vermissen wir nicht – wir kennen ihn gar nicht mehr. In einem Wald wildes Wachstum zuzulassen und Tiere nicht mehr zu bejagen, ist ein gewaltiger Schritt, der erst wieder erlernt werden muss. Besondere Chancen dafür bieten sich auf ehemaligen militärischen Sperrgebieten wie etwa im Osten Deutschlands auf den Flächen der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg. Diese Flächen sind von der militärischen Nutzung stark in Mitleidenschaft gezogen und zum Teil mit Munition verseucht. Wirtschaftlich sind sie uninteressant, sie schwer zugänglich und groß. Das macht sie zu idealen Freilandlaboren und zukünftigen Wildnisgebieten. Die Bestände von bedrohten Tierarten wie Seeadler, Wiedehopf und Ziegenmelker erholen sich dort spürbar und sogar Wölfe streifen wieder durch das Gebiet. Aber kann man Wildnis tatsächlich wieder erschaffen? Dieser Frage geht Axel Gomille um 20.15 Uhr in der Wissenschaftsdokumentation „Neue Wildnis in Deutschland“ nach und klärt, wie geduldig man dafür sein muss. Denn bis zur Gründung eines Nationalparks in Deutschland vergehen meist zehn Jahre und mehr.

Im Anschluss folgt um 21.00 Uhr im Rahmen von „Wissen hoch 2“ die Sendung „scobel – Die Illusion von Natur?“. Eine EU-Vorgabe fordert zwei Prozent naturbelassene Fläche; davon ist Deutschland mit einem aktuellen Anteil von 0,6 Prozent weit entfernt. Es sei denn, Flächen werden in der Kalkulation berücksichtigt, die mit Natur im natürlichen Sinne nicht viel gemein haben. Fakt ist, dass das, was heute vielfach unter Natur verstanden wird, schon seit Jahrhunderten eine Kulturlandschaft ist. Wie eine Kulturlandschaft wieder zur Naturlandschaft wird oder auch nicht, zeigt die Coronapandemie: Die Natur erobert sich Räume zurück. Darüber, wie viel Natur Natur ist, diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen Alexandra Maria Klein (Biologin, Agrarökologin und Zoologin), Thomas Potthast (Professor für Ethik, Theorie und Geschichte der Biowissenschaften an der Universität Tübingen) und Christof Schenck (Biologe, Feldforscher und Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt).

In 3sat steht der Donnerstagabend bei „Wissen hoch 2“ im Zeichen der Wissenschaft: Um jeweils 20.15 Uhr beleuchtet die Dokumentation relevante Fragen aus Natur- und Geisteswissenschaften, Kultur und Technik. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen zum Thema.

Beide Sendungen sind ab Sendedatum fünf Jahre in der 3sat-Mediathek abrufbar.

Ansprechpartnerin: Marion Leibrecht, Telefon: 06131 – 70-16478;
Presse-Desk, Telefon: 06131 – 70-12108, pressedesk@zdf.de

Video Stream: https://kurz.zdf.de/rKc/

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131
– 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/wh2

„Scobel“ bei YouTube: https://youtube.com/scobel

3sat – das Programm von ZDF, ORF, SRG und ARD Pressekontakt:

Zweites Deutsches Fernsehen
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Telefon: +49 – (0)6131 – 70-12121

Quelle:„Wissen hoch 2“ in 3sat: Doku „Wildnis in Deutschland“ und „scobel – Die Illusion von Natur?


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