Köln (ots) –

Quelle: (ots/Ford-Werke GmbH)

– Werksfahrer Elfyn Evans/Scott Martin und Teemu Suninen/Marko
Salminen wollen auf den eisigen Pisten des Winterklassikers von
später Startposition profitieren

Quelle: (ots/Ford-Werke GmbH)

– Mit dem 2017er WRC 2-Weltmeister Pontus Tidemand setzt auch der
Lokalmatador bei der Rallye Schweden auf einen Ford Fiesta WRC

Quelle: (ots/Ford-Werke GmbH)

– Insgesamt fünf Exemplare des gut 380 PS starken World Rally Cars
auf Ford Fiesta-Basis werden unterstützt von sieben Fiesta R5
und 16 Fiesta R2

– Mit Julius Tannert und Nico Knacker nehmen gleich zwei deutsche
Nachwuchsfahrer mit frontgetriebenen Fiesta R2 an der
Junior-Weltmeisterschaft teil

KÖLN, 9. Februar 2019 – Mit Tempo 200 und der Türklinke voran
durch den Schneekanal: Geht es nach den M-Sport-Werksfahrern Elfyn
Evans (GB) und Teemu Suninen (SF), dann kann die Rallye Schweden am
kommenden Wochenende gar nicht winterlich genug sein. Mit ihren rund
380 PS starken Ford Fiesta WRC wollen die beiden Quertreiber beim
zweiten WM-Lauf des Jahres von ihrer Startposition profitieren: Der
inzwischen 25 Jahre alte Finne und sein walisischer Teamkollege gehen
auf den achten Wertungsprüfungen (WP) der ersten Etappe erst in der
zweiten Hälfte des immerhin 14 World Rally Cars umfassenden Topfelds
auf die spiegelglatten Pisten. Dies könnte sich für sie und
Lokalmatador Pontus Tidemand im dritten Turbo-Allradler des
britischen Teams durchaus als Vorteil entpuppen, wenn die
vorausfahrenden Teilnehmer die Strecken von der oberen Schneeschicht
befreit haben. Insgesamt dürfen sich die Zuschauer im schwedischen
Värmland und in der norwegischen Provinz Hedmark, in der die Rallye
wieder einen Großteil der sechs Freitagsprüfungen austrägt, auf fünf
Fiesta WRC der jüngsten Spezifikation freuen: In den Händen des
Italieners Lorenzo Bertelli und des finnischen Rallye-Routiniers
Janne Tuohino nehmen zwei weitere Turbo-Allradler die 19 WP des
Winterklassikers in Angriff, die sich insgesamt über 316,8 Kilometer
erstrecken.

„Nach dem Saisonauftakt – der Rallye Monte Carlo – haben wir uns
gesammelt und sind fest entschlossen, in Schweden besser
abzuschneiden“, erläutert M-Sport-Teamchef Richard Millener. „Wenn
uns das Wetter mit viel Schnee in die Karten spielen, haben alle
unsere drei Fahrer sehr gute Ausgangspositionen – dann kommt es vor
allem darauf an, daraus den größtmöglichen Nutzen zu ziehen. Dass
unsere Ford Fiesta WRC schnell sind, konnten wir in den Seealpen
zeigen. Ich bin mir sicher, dass wir dies auch auf Schnee unter
Beweis stellen. Was viele vergessen: Elfyn Evans hat in Schweden
bereits 2016 die WRC 2-Kategorie gewonnen und dabei einige große
Namen geschlagen. Teemu Suninen fehlt noch etwas die Erfahrung mit
einem World Rally Car unter diesen Bedingungen, aber er lernt schnell
und ist ganz heiß darauf zu zeigen, was er kann. Pontus Tidemand
wiederum ist im Värmland aufgewachsen und kennt die Verhältnisse dort
aus dem Effeff. Auch wenn wir ihn bei seinem erst zweiten Start mit
dem aktuellen Fiesta WRC nicht unter Druck setzen wollen, so rechne
ich trotzdem mit einigen schnellen WP-Zeiten.“

Vor welchen Herausforderungen die Teilnehmer angesichts der
Bedingungen rund um das Rallye-Zentrum Torsby gut 100 Kilometer
nördlich von Karlstad stehen, zeigt ein Blick auf die spezielle
Serienausstattung der Turbo-Allradler: Sie sind wohl die einzigen
Fiesta mit beheizbaren Seitenscheiben – ein Tribut an die irrwitzigen
Driftwinkel, mit dem die Cracks bei verwegenen Geschwindigkeiten mit
ihren Rallye-Autos durch die skandinavischen Wälder sausen. Der
gezielte Kontakt mit den Schneewänden links und rechts der Strecke
gehört dabei ganz bewusst zur Fahrtechnik und ist eine Kunst für
sich: Wer bei diesem „Anlehnen“ den falschen Winkel wählt, hat seinen
Wagen ganz schnell in der weißen Pracht vergraben. Auch für diese
Situation ist vorgesorgt: An Bord befinden sich ultraleichte
Kohlefaser-Schaufeln sowie ein ebenfalls gewichtsoptimierter
Wagenheber mit einem besonders großen Karbon-Fuß, um auch in weichem
Schnee sicheren Halt zu finden…

Der Ford Fiesta ist auch bei der Rallye Schweden das beherrschende
Fahrzeugmodell: Nahezu die Hälfte – nämlich 28 – der insgesamt 62
Teilnehmer setzen für den zweiten WM-Lauf auf den Kleinwagen, der in
Köln-Niehl vom Band läuft. Neben den fünf World Rally Cars gehen in
der WRC 2-Kategorie sieben Exemplare des gut 280 PS starken,
ebenfalls allradgetriebenen Fiesta R5 an den Start. Hinzu kommen
gleich 16 Ford Fiesta mit Frontantrieb und 200 PS im R2-Trimm, die
auch als Basisfahrzeug für die Junior-WM dienen.

Elfyn Evans / Scott Martin (Ford Fiesta WRC, Startnummer 33);
WM-Rang: -; Rallye-Schweden-Starts: 5. Bestes Ergebnis: Platz 6 (2015
und 2017)

Der 30-jährige Waliser und sein britischer Beifahrer Scott Martin
zählen Schnee und Eis vielleicht nicht zu den äußeren Bedingungen,
mit denen sie aufgewachsen sind, auf reichlich Erfahrung mit der
Rallye Schweden kann Elfyn Evans aber dennoch zurückblicken: 2016 hat
er die Lokalmatadoren in der hart umkämpften WRC 2-Kategorie mit
einem Ford Fiesta R5 geschlagen. Martin gelang im Vorjahr als Copilot
von Craig Breen sogar der Sprung auf Platz zwei der Gesamtwertung.

„Als einzige echte Winter-Rallye im WM-Kalender besitzt die
,Schweden‘ natürlich einen besonderen Charakter“, betont Evans.
„Unsere Tests in der vergangenen Woche liefen sehr gut, ich habe mich
schnell wieder an diese spezielle Sensation gewöhnt, die das Fahren
auf Schnee und Eis mit sich bringt. Wir erreichen auf den Prüfungen
unheimlich hohe Geschwindigkeiten, das ist einfach ein faszinierendes
Gefühl – darum macht diese Veranstaltung so viel Spaß wie kaum eine
zweite WM-Rallye. Wir hoffen inständig, dass sich die Bedingungen zu
unseren Gunsten entwickeln und es reichlich Schnee gibt. Dann kommt
es darauf an, diesen Vorteil so gut wie möglich zu nutzen. Unser
Gesamtpaket ist konkurrenzfähig genug für Topresultate.“

Teemu Suninen / Marko Salminen (Ford Fiesta WRC, Startnummer 3);
WM-Rang: 10; Rallye-Schweden-Starts: 3. Bestes Ergebnis: Platz 8
(2018)

Für einen finnischen Rallye-Fahrer blickt Teemu Suninen auf eine
ungewöhnliche Karriere zurück: Der heute 25-Jährige begann seine
Laufbahn im Rennkart – entsprechend wenig Erfahrung hat der junge
Mann aus Tuusula mit winterlichen Streckenbedingungen. Dafür hat
Suninen bereits im Vorjahr die Rallye Schweden am Steuer eines Fiesta
WRC bestritten und sofort den Anschluss zur Spitze gefunden. Darauf
will er zusammen mit seinem neuen Beifahrer Marko Salminen nun
aufbauen.

„Vergangene Woche konnten wir mehr als 200 Testkilometer in
Finnland abspulen und zahlreiche neue Abstimmungsoptionen
ausprobieren, dabei sind uns gute Fortschritte gelungen“, erläutert
Suninen. „Ob wir in Schweden konkurrenzfähig sein werden, hängt auch
vom Wetter ab. Wenn die Wagen vor uns die Strecke ,fegen‘, könnten
wir davon profitieren. Dann kommt es darauf an, so lange wie möglich
auf der sauberen Spur zu bleiben. Gut ist, dass wir auf meinen
Aufschrieb vom Vorjahr zurückgreifen können. Der Kampf um die
WM-Punkte dürfte genau so hart werden wie bei der ,Monte‘, wir müssen
uns anstrengen, vorne mitspielen zu können. Vom Tempo her fliegen wir
in Schweden fast so schnell über die Prüfungen wie in Finnland,
können die Autos aber an Schneebänken anlehnen – auch wenn dies nicht
immer ganz freiwillig geschieht…“

Pontus Tidemand / Ola Floene (Ford Fiesta WRC, Startnummer 7);
WM-Rang: 20; Rallye-Schweden-Starts: 7. Bestes Ergebnis: Platz 8
(2014)

Über mangelnde Unterstützung der Zuschauer wird sich Pontus
Tidemand am kommenden Wochenende kaum beklagen müssen: Er ist der
einzige Schwede, der bei seinem Heimspiel mit einem World Rally Car
jüngster Generation an den Start geht. Nach den vielen WP-Kilometern,
die der 28-Jährige bei der Rallye Monte Carlo mit dem aktuellen Ford
Fiesta WRC sammeln durfte, will der WRC 2-Weltmeister von 2017 nun
auch in der Topkategorie einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

„Die Rallye Schweden ist für mich in jedem Jahr der Höhepunkt der
Saison“, so Tidemand. „Mit Vollgas durch die verschneiten Wälder zu
driften, die vielen Fans, Feuerwerke und schwedischen Flaggen zu
sehen und die Unterstützung von Freunden und der Familie am
Streckenrand zu spüren, ist unglaublich und gibt mir zusätzliche
Motivation. Ich bin zu 100 Prozent bereit, die Herausforderungen
meines Heimspiels mit einem aktuellen World Rally Car in Angriff zu
nehmen – der Fiesta WRC ist das faszinierendste Auto, dass ich jemals
fahren durfte! Ich fühle mich im Auto und im Team sehr wohl. Bei der
,Monte‘ war für mich noch alles neu und ungewohnt, ich musste sehr
viele Dinge zur gleichen Zeit lernen. Das waren wichtige Erfahrungen
für meinen Beifahrer Ola Floene und mich, denn wir konnten uns an
alles gewöhnen. Bei der Rallye Schweden möchte ich so konkurrenzfähig
wie möglich sein und eine Top-Performance abliefern. Ich kenne mein
Heimspiel sehr gut und hege große Erwartungen, auch wenn die
Herausforderungen natürlich groß sind. Wir müssen das Beste abrufen
und schnell in einen guten Rhythmus finden, der uns dann durch das
Wochenende trägt.“

Julius Tannert und Nico Knacker vertreten Deutschland in der
Junior-WM

Die Fahnen des deutschen Rallye-Sports halten 2019 auf WM-Bühne
gleich zwei Teams hoch: Julius Tannert und Helmar Hinneberg bekommen
in der Junioren-Weltmeisterschaft Verstärkung durch den 21-jährigen
Nico Knacker aus Siedenburg in Niedersachsen, der gemeinsam mit
Tobias Braun an den Start geht. Das Championat umfasst fünf WM-Läufe
(Schweden, Korsika, Sardinien, Finnland und Wales) und wird mit
identischen Ford Fiesta R2 ausgetragen, die über einen 200 PS starken
und 1,0 Liter großen Ford EcoBoost-Dreizylinder sowie Frontantrieb
verfügen.

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Die Ford-Werke GmbH ist ein deutscher Automobilhersteller und
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haben die Ford-Werke mehr als 46 Millionen Fahrzeuge produziert.
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