Köln (ots) –

Quelle: (ots/Ford-Werke GmbH)

– Finnisches Nachwuchstalent verpasste Sprung aufs Podium nach
ebenso schneller wie reifer Vorstellung bei dem knüppelharten
Schotter-WM-Lauf knapp

Quelle: (ots/Ford-Werke GmbH)

– Titelverteidiger Sébastien Ogier/Julien Ingrassia gaben
Siegchancen und Rückkehr an die Tabellenspitze nach engagierter
Leistung wegen eines Fahrfehlers aus der Hand

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– Spannendes Saisonfinale mit Titeldreikampf und drei noch
ausstehenden WM-Läufen

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KÖLN / MARMARIS (TR), 16. September 2018 – Titelverteidiger
M-Sport Ford hat einen möglichen Sieg beim Comeback der Rallye Türkei
im WM-Kalender verpasst, freut sich aber über den beeindruckenden
vierten Rang von Nachwuchstalent Teemu Suninen und Beifahrer Mikko
Markkula beim bislang härtesten Schotterlauf der Saison. Die
Weltmeister Sébastien Ogier/Julien Ingrassia mussten mit dem Fiesta
WRC, der auf dem in Köln-Niehl produzierten Kleinwagen basiert, trotz
kämpferisch großartiger Vorstellung alle Chancen auf Platz eins nach
einem seltenen Fahrfehler aufgeben. Er hätte sie in der WM-Tabelle
zurück auf die Spitzenposition gebracht. Die Franzosen erreichten das
Ziel auf Rang zehn vor ihren Teamkollegen Elfyn Evans/Daniel Barritt
auf der zwölften Position, konnten den Abstand zu den
Meisterschaftsführenden Thierry Neuville/Guy Coulsol bei drei noch
ausstehenden WM-Läufen aber konstant halten.

Quelle: (ots/Ford-Werke GmbH)

„Wir sind vom Ausgang dieser Rallye etwas enttäuscht, denn wir
haben eine große Gelegenheit verpasst“, räumt M-Sport-Teamchef
Malcolm Wilson ein. „Sébastien Ogier hatte das Potenzial zu gewinnen
und die Spitze der Fahrerwertung zurückzuerobern, ein für ihn sehr
untypischer Fehler vereitelte dies jedoch. Ich kann mich nicht
erinnern, wann es auf WM-Ebene zuletzt so eng zuging – im Kampf um
die Titel ist weiterhin alles offen, drei Rallyes stehen uns noch
bevor. Das ist fantastisch für den Sport. Unser gesamtes Team wird
auch weiterhin alles dafür geben, bis zum Ende der Saison das
bestmögliche Resultat zu erzielen. Eine sensationelle Performance hat
dafür Teemu Suninen an diesem Wochenende abgeliefert. Ich bin mir
ganz sicher, dass er schon in naher Zukunft um Siege und Titel
kämpfen kann. Für einen jungen Fahrer seines Alters fuhr er eine sehr
besonnene und erwachsene Rallye mit einem perfekten Team im Rücken.
Auch Elfyn Evans blieb hier in der Türkei nicht vom Pech verschont,
aber er hat sich wieder nach vorne gearbeitet und dann unter Beweis
gestellt, dass er ein Mannschaftsspieler ist.“

Teemu Suninen / Mikko Markkula (Ford Fiesta WRC, Startnummer 3);
Platz: 4; WM-Rang: 8

Der 24 Jahre junge Teemu Suninen hat auf den besonders groben
Geröllpisten der Rallye Türkei einmal mehr gezeigt, dass er besonders
schnell und besonders clever zugleich Autofahren kann. Der Finne fand
auf den extrem schwierigen Wertungsprüfungen schnell in einen
Rhythmus, der konkurrenzfähige Zeiten und einen ausreichend
schonenden Umgang mit der Technik des Ford Fiesta WRC verband – und
dies, obwohl das Nachwuchstalent zumeist als einer der Ersten auf der
Piste mit schwierigeren Bedingungen konfrontiert war als die
nachfolgenden Teilnehmer.

„Dies war definitiv die brutalste WM-Rallye meiner bisherigen
Karriere“, bestätigt Suninen. „Platz vier ist entsprechend großartig
und das zweitbeste Resultat, das ich bislang mit einem World Rally
Car erzielen konnte. Damit bin ich durchaus zufrieden und freue mich,
dem Team in Form von WM-Punkten etwas zurückzahlen zu können – die
Jungs haben es wirklich verdient. Am Freitag konnten wir auf der
langen Wertungsprüfung 5 eine richtig schnelle Zeit vorlegen, die nur
zwei Sekunden langsamer war als der Bestwert. Am Samstag hat uns der
lose Schotter wirklich vor eine schwierige Aufgabe gestellt.
Angesichts der immer wieder stark durchdrehenden Räder konnten wir
nicht viel mehr machen. Vermutlich war dies aber eine gute Übung für
die Zukunft.“

Sébastien Ogier / Julien Ingrassia (Ford Fiesta WRC, Startnummer
1); Platz: 10; WM-Rang: 3

Sébastien Ogier und Julien Ingrassia trauern am Ende der Rallye
Türkei um eine goldene Chance. Zweimal hatte das französische Duo die
besten Aussichten auf den Sieg, zweimal kam ihnen im Kampf um die
Tabellenspitze in der Fahrerwertung etwas dazwischen. Kaum hatten sie
auf der ersten Wertungsprüfung (WP) des Samstag die Rallye-Führung
übernommen, mussten sie den ersten Rückschlag hinnehmen: Eine
beschädigte Radaufhängung vorne rechts kostete auf der WP 9 wertvolle
Zeit. Anschließend mussten die beiden Weltmeister den Defekt am
Straßenrand der Verbindungsetappe nach besten Kräften mit Bordmitteln
selbst reparieren – unter fachmännischer Anleitung ihres Teamkollegen
Elfyn Evans sowie des Rallye-Urgesteins Henning Solberg, die selbst
aber keine Hand anlegen durften. Wegen Verspätung an der folgenden
Zeitkontrolle kassierten Ogier/Ingrassia zudem eine Zeitstrafe von 60
Sekunden.

Mit dem eher notdürftig geflickten Fahrwerk vollbrachte Ogier
anschließend eine heroische Glanztat und setzte auf der über 20
Kilometer langen WP 10 eine souveräne Bestzeit, bevor sich im
Service-Park die M-Sport-Mechaniker mit dem Fiesta WRC beschäftigen
konnten und innerhalb von nur 30 Minuten neben dem Fahrwerk auch die
vordere Kraftübertragung tauschten. Mit 46,1 Sekunden Rückstand nahm
der Titelverteidiger die zweite Schleife des Tages als
Viertplatzierter in Angriff, die Attacke auf die Führung fand jedoch
ein vorzeitiges Ende: Ogier überhörte eine Ansage seines Beifahrers
und rutschte an einer Stelle von der Strecke, die ein Fortsetzen der
Fahrt unmöglich machte. Am Sonntag kämpfte sich das Duo noch auf Rang
zehn nach vorne und setzte auf der abschließenden Power Stage die
zweitschnellste Zeit, was mit weiteren vier WM-Zählern belohnt wurde.
Zwar fielen beide in der Fahrertabelle auf die dritte Position hinter
Thierry Neuville/Guy Coulsol und die Türkei-Sieger Ott Tänak/Martin
Järveoja zurück, der Abstand zum Erstplatzierten blieb mit 23 Punkten
jedoch unverändert.

„Wirklich ein frustrierendes Wochenende, aber das gehört mit zum
Spiel und wir müssen es akzeptieren“, ärgert sich Ogier. „Wir haben
alles gegeben, aber es blieb unbelohnt. Immerhin konnten wir auf der
letzten WP noch einige Punkte einsammeln, die machen sich vielleicht
noch bezahlt. Tatsächlich erleben wir jetzt einen Dreikampf um den
Titel, und entschieden ist noch gar nichts!“

Elfyn Evans / Daniel Barritt (Ford Fiesta WRC, Startnummer 2);
Platz: 12. WM-Rang: 9

Auch das britische Duo im Ford Fiesta WRC kam bei der
materialmordenden Rallye Türkei nicht ungeschoren davon, ließ sich
davon aber nicht beeindrucken. Elfyn Evans und Daniel Barritt
schlugen bestmöglich zurück und bewiesen darüber hinaus auch noch
echte Teamplayer-Eigenschaften: Als Sébastien Ogier und Julien
Ingrassia einen gebrochenen Querlenker am Straßenrand reparieren
mussten, standen sie den Franzosen mit Rat und Tat zur Seite. Damit
nicht genug: Als sich im Service-Park die M-Sport-Mechaniker
mehrheitlich um den Ford Fiesta der Titelverteidiger kümmerten,
legten sie an ihrem eigenen Turbo-Allradler mit Hand an. Evans – als
einer der geschicktesten Mechaniker unter den Fahrer bekannt –
wechselte das Fahrwerk, sein Beifahrer justierte die Fahrzeughöhe.

Nach ihrem Ausfall am Freitag hatten sich die beiden Briten
bereits wieder bis auf Rang sieben nach vorne gearbeitet, als sie am
Sonntag erneut ihren Teamkollegen zu Hilfe eilten und an einer
Zeitkontrolle bewusst fünf Minuten zu spät stempelten. Dadurch fielen
sie hinter Ogier und Ingrassia zurück, die hierdurch einen weiteren
WM-Punkt verbuchen konnten.

„Der Freitag verlief für uns sehr enttäuschend, wir mussten mit
zahlreichen Problemen kämpfen, bis wir schlussendlich einem Stein
nicht aus dem Weg gehen konnten, der mitten auf der Fahrbahn lag“,
erläutert Evans. „Der Samstag spielte uns deutlich besser in die
Karten und wir konnten uns aus allen Schwierigkeiten heraushalten.
Auf der letzten Etappe haben wir dann Zeit verschenkt, um Sébastien
im Kampf um die Weltmeisterschaft zu unterstützen.“

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Die Ford-Werke GmbH ist ein deutscher Automobilhersteller und
Mobilitätsanbieter mit Sitz in Köln. Das Unternehmen beschäftigt an
den Standorten Köln, Saarlouis und Aachen mehr als 24.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit der Gründung im Jahr 1925
haben die Ford-Werke mehr als 46 Millionen Fahrzeuge produziert. Für
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Quelle: https://www.presseportal.de/pm/6955/4062671