Köln (ots) –

Quelle: (ots/Ford-Werke GmbH)

– Gleiche Chance für alle: Rallye Türkei kehrt mit komplett neuem
Konzept und unbekannten Wertungsprüfungen zurück in den
WM-Kalender

Quelle: (ots/Ford-Werke GmbH)

– Titelverteidiger Sébastien Ogier und Julien Ingrassia peilen mit
ihrem Ford Fiesta WRC ein Topresultat an, um ihre WM-Chancen zu
wahren

Quelle: (ots/Ford-Werke GmbH)

– Elfyn Evans/Daniel Barritt und Teemu Suninen/Mikko Markkula
wollen aus ihrer späten Startposition für den Rallye-Freitag
Profit ziehen

Quelle: (ots/Ford-Werke GmbH)

KÖLN, 9. September 2018 – Auf zu fremden Ufern: M-Sport Ford freut
sich am kommenden Wochenende auf eine neue Herausforderung, denn mit
der Rallye Türkei steht erstmals seit langer Zeit wieder ein für alle
Beteiligte gänzlich unbekannter Weltmeisterschafts-Lauf auf dem
Programm. Rund um das Rallye-Zentrum in der Mittelmeer-Küstenstadt
Marmaris warten auf die Teilnehmer 17 Schotterprüfungen mit einer
Länge von insgesamt 312,44 Kilometer, die noch nie zuvor auf WM-Ebene
zum Einsatz kamen. Somit stehen auch den amtierenden Champions von
M-Sport Ford keine Daten aus den Vorjahren zur Verfügung,
gleichzeitig müssen die einzelnen Crews beim Abfahren der Strecken
komplett neue Aufschriebe anfertigen.

Quelle: (ots/Ford-Werke GmbH)

Dabei kehrt die Rallye-Weltmeisterschaft zurück zu Freunden:
Bereits zwischen 2003 und 2010 hat die Rallye Türkei sechsmal den
WM-Kalender bereichert, wurde seinerzeit aber in der östlicher
gelegenen Provinz Antalya rund um Kemer mit dem Taurusgebirge im
Hintergrund ausgetragen. Ford denkt daran gerne zurück: 2006 und 2008
fuhr der Autohersteller – der in der Türkei unter anderem die
Transporter-Ikone Transit produziert – mit dem Ford Focus WRC jeweils
Doppelsiege heraus. Daran möchte M-Sport in der Endphase der
laufenden Saison gerne anknüpfen, um die Weichen in Richtung
Titelverteidigung zu stellen. Aktuell liegt das Team in der
Markenwertung auf Rang drei, Sébastien Ogier und Copilot Julien
Ingrassia rangieren in den Fahrer- und Beifahrertabellen auf Platz
zwei.

Zur Vorbereitung hat M-Sport viertägige Testfahrten in
Griechenland anberaumt und dort Schotterpisten unter die Räder
genommen, die ähnliche Bedingungen boten wie der bevorstehende
WM-Lauf. Zugleich genießt das Team den Vorteil, bei der Wahl der
Chassis freie Hand zu haben, und greift für die Rallye Türkei – die
mit signifikant geringeren Durchschnitts- und Höchstgeschwindigkeiten
aufwartet als zuvor die WM-Läufe in Finnland und Deutschland – wieder
auf den Ford Fiesta WRC in der vorherigen Aerodynamik-Konfiguration
zurück.

„Es ist lange her, dass uns die Rallye-WM mit einer komplett neuen
Veranstaltung konfrontiert“, erläutert M-Sport-Teamchef Malcolm
Wilson. „Ich denke, uns steht ein wirklich interessantes
Rallye-Wochenende bevor. Wir hatten zwar bereits Gastspiele in der
Türkei, doch die fanden in einer ganz anderen Region statt. Für die
Teams sowie die Fahrer und Beifahrer ist alles neu: Wir können noch
auf keinen Datenschatz zurückgreifen, auch die Crews fangen mit ihrem
Aufschrieb bei Null an. Ich bin gespannt, wer diese besondere Aufgabe
am besten meistert. Sébastien Ogier und Elfyn Evans konnten sich bei
jeweils zweitägigen Tests in Griechenland auf die neue
Herausforderung vorbereiten, Teemu Suninen konnten wir nicht fahren
lassen – aber er ist ein schneller Lerner und genießt den Vorteil,
dieses Mal mit dem gleichen Erfahrungsschatz an den Start gehen zu
können wie alle anderen Teilnehmer.“

Aus Sicht von Ford besonders erfreulich: Der türkische WM-Lauf
erlebt eine wahre Fiesta-Armada. Nicht weniger als 35
Wettbewerbsfahrzeuge basieren am kommenden Wochenende auf dem in
Köln-Niehl produzierten Erfolgs-Kleinwagen. So nehmen neben den drei
World Rally Cars des Werksteams und einem weiteren Fiesta WRC für
Yazeed Al-Rajhi gleich zehn der ebenfalls allradgetriebenen Fiesta R5
teil, acht von ihnen werden für die WRC2-Meisterschaft gewertet.
Hinzu kommen 21 Ford Fiesta R2 mit dem 1,0 Liter großen
EcoBoost-Dreizylinder-Turbomotor, die zumeist um die
Junioren-Weltmeisterschaft kämpfen. Dort haben noch neun Fahrer die
mathematische Chance auf den Titel – so auch Julius Tannert aus
Zwickau, der gemeinsam mit seinem österreichischen Beifahrer Jürgen
Heigl auf Platz fünf der Tabelle liegt.

Sébastien Ogier / Julien Ingrassia (Ford Fiesta WRC, Startnummer
1); WM-Rang: 2; Rallye-Türkei-Starts: 1. Bestes Ergebnis: Platz 4
(2010)

Einen Monat bevor die Rallye-WM der Türkei zuletzt einen Besuch
abgestattet hat, durften Sébastien Ogier und Beifahrer Julien
Ingrassia ihren ersten Sieg auf höchster Ebene bejubeln. Heute, acht
Jahre später, kann das Erfolgsduo auf 43 Laufsiege und fünf WM-Titel
zurückblicken. Auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung steht
den beiden Franzosen an der türkischen Riviera ein hartes Stück
Arbeit bevor: Zumindestens auf der ersten Etappe muss die Ford Fiesta
WRC-Besatzung als zweites Fahrzeug auf die dann noch staubigen
Wertungsprüfungen. Dennoch haben sich Ogier und Ingrassia eine starke
Punkte-Ausbeute zum Ziel gesetzt.

„Die Rallye Türkei wird interessant, denn niemand weiß wirklich
genau, was uns erwartet“, so Ogier. „Seit langer Zeit steht uns
wieder einmal eine komplett neue Veranstaltung bevor, und da hilft es
uns auch nicht, dass wir 2010 schon einmal in diesem Land einen
WM-Lauf absolviert haben – am kommenden Wochenende wird alles ganz
anders sein. Beim Abfahren der Prüfungen steht uns viel Arbeit bevor,
denn Julien muss für jeden einzelnen WP-Kilometer einen ganz neuen
Aufschrieb erstellen. Das ist eine spannende Herausforderung, auf die
ich mich aber freue. Wir haben uns das bestmögliche Resultat zum Ziel
gesetzt, aber der lose Schotter, der uns am ersten Tag als zweites
Fahrzeug auf der Strecke erwartet, macht es nicht leichter. Viele
ziemlich schnelle Konkurrenten, die nach uns kommen, werden von
freigefahrenen Spuren profitieren. Wichtig für uns ist, speziell auf
der ersten Schleife am Freitagmorgen nicht den Kontakt zur Spitze zu
verlieren – danach schauen wir dann weiter.“

Elfyn Evans / Daniel Barritt (Ford Fiesta WRC, Startnummer 2);
WM-Rang: 8; Rallye-Türkei-Starts: 0.

Elfyn Evans und Daniel Barritt sehen einer gänzlich neuen
Herausforderung erwartungsvoll entgegen. Die beiden Briten haben sich
bestmöglich auf den zehnten von 13 WM-Läufen vorbereitet und wollen
speziell von ihrer späten Startposition profitieren.

„Wir wagen einen Schritt ins Unbekannte“, betont Evans. „Uns steht
ein interessantes Wochenende bevor. Ich bin schon ganz gespannt
darauf, was die Rallye Türkei zu bieten hat. Mit einiger Sicherheit
wird es sehr heiß, darauf müssen wir uns einstellen. Zudem sollen die
Prüfungen einen sehr losen Schotterbelag besitzen, das müsste uns
speziell auf der ersten Etappe in die Karten spielen – zugleich
könnten sich die Bedingungen aber auch als sehr rau erweisen, das
würde uns alle betreffen. Wir haben in Griechenland auf sehr grobem
Geläuf getestet, der Fiesta WRC ist ausreichend robust dafür. Wir
werden unsere intensive Vorbereitung auch in der kommenden Woche
fortsetzen und wollen auf jeden Fall im Kampf um ein Topresultat ein
Wörtchen mitreden.“

Teemu Suninen / Mikko Markkula (Ford Fiesta WRC, Startnummer 3);
WM-Rang: 12; Rallye-Türkei-Starts: 0.

Gleiche Bedingungen für alle: Teemu Suninen kann bei der Rallye
Türkei darauf vertrauen, dass seine Kontrahenten ausnahmsweise keinen
Vorteil aus ihrem größeren Erfahrungsschatz ziehen. Obwohl er auf
Testfahrten vor diesem WM-Lauf verzichten musste, kommt der junge
Finne dennoch für eine vordere Platzierung in Betracht: Suninen gilt
als Schnelllerner und darf sich am Freitag als WM-Zwölfter über seine
späte Startposition freuen.

„Die meisten WM-Läufe, die wir in diesem Jahr gefahren sind, waren
komplett neu für mich – in der Türkei starten wir alle mit dem
gleichen Wissenstand, denn Testfahrten vor Ort waren nicht erlaubt“,
unterstreicht der 24-Jährige. „Das macht die Dinge natürlich
besonders interessant und könnte für uns von Vorteil sein, denn
niemand genießt einen Erfahrungsvorsprung. In puncto Abstimmung
diskutiere ich mit meinen Teamkollegen, was sie vorhaben.
Letztendlich müssen wir aber unser eigenes Set-up finden. Da ich noch
nie die Türkei besucht habe, reisen wir etwas früher an, um uns mit
allem vertraut zu machen. Ich denke, es wird auch von den
Temperaturen sehr heiß und anstrengend. Dennoch wollen wir ein gutes
Ergebnis abliefern.“

Pressekontakt:
Hartwig Petersen
Ford-Werke GmbH
+49 (0) 221/90-17513
hpeter10@ford.com

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Quelle: https://www.presseportal.de/pm/6955/4056360