San Francisco (ots) –

Quelle: (ots/Matthews Asia)

„Die globale Führungsrolle bei Handel, Wirtschaftswachstum und
Markt-Performance ist womöglich an einem Wendepunkt angekommen“, sagt
Robert Horrocks, Chief Investment Officer (CIO) des
Asien-Spezialisten Matthews Asia, in seinem Rückblick 2018 und
Ausblick 2019 für die asiatischen Märkte. Horrocks sieht die Erträge
in Asien (ex Japan) im kommenden Jahr von einer sehr niedrigen Basis
auf Bewertungen steigen, die attraktiv für Anleger mit einem
langfristigen Fokus sind.

Den US-Aktienmärkten hingegen gehe nach ihrem bemerkenswerten Lauf
in den vergangenen neun Jahren allmählich die Luft aus – und Anleger
in US-Aktien sollten nicht mit einem weiteren Geschenk in Form einer
unternehmerfreundlichen Steuersenkung rechnen wie 2018. Die
Bewertungen im MSCI Asia ex Japan Index lägen bei einem niedrigen
Kurs-Gewinn-Verhältnis von 11,3, was einem 30-prozentigen Abschlag
auf die USA entspräche. „Das ist ziemlich extrem“, urteilt Horrocks.

Er beschreibt, dass er in diesem Jahr „überrascht und frustriert“
über die Unfähigkeit der politischen Führer in den USA und China
gewesen sei, ihre Handelsstreitigkeiten beizulegen. Doch
Überschriften zum „Handelskrieg“ zwischen den beiden großen Nationen
sowie kurzfristige Stimmungen überschatteten aus Sicht des CIO einige
langfristige Betrachtungen: Nicht die Handelszölle seien der
wesentliche Auslöser hinter den jüngsten Markteinbrüchen gewesen –
vielmehr habe eine straffere Geldmarktpolitik (in den USA und in
China) den Bullenmarkt zum Ende gebracht. „Das Geld in China ist
knapper, als ich erwarte habe – und die Währungspolitik ist
straffer.“

„Als langfristige Investoren wissen wir, dass sich Märkte in
Zyklen, nicht in geraden Linien bewegen“, erklärt Horrocks. „Und der
derzeitige Kreislauf in den asiatischen Märkten weist darauf hin,
dass sehr viel Schmerz in der Region bereits eingepreist ist.“

Auch Horrocks‘ Kollege, der ausgewiesene China-Experte Andy
Rothman, beleuchtet in seinem Ausblick für 2019 die Beziehungen
zwischen den USA und China und vor allem Chinas Binnenwirtschaft.
Nach dem Treffen der beiden Staatschefs, Donald Trump und Xi Jinping,
auf dem G20-Gipfel in Buenos Aires vorletzte Woche sieht Rothman
einen positiven Wandel in Umgangston und Richtung der bilateralen
Beziehungen, welche Beteiligung über Konfrontation zu stellen
scheinen. „Die Aussichten für einen substanziellen Fortschritt sind
nun wesentlich besser als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt der
Trump-Amtszeit“, sagt Rothman.

„Doch unabhängig von der Temperatur der Beziehungen zu Washington
wird China im kommenden Jahr fortfahren, seine Politik fein
abzustimmen. Diese wird auf mehr Steuerkürzungen, einen moderaten
Anstieg bei den Infrastrukturausgaben und eine höhere Kreditvergabe
an private Firmen setzen“, prophezeit Rothman. 86 Prozent der
Beschäftigung in den Städten Chinas gehe auf das Konto von kleineren
Unternehmen im privaten Sektor.

2019 werde Chinas Wirtschaft zudem „die weltbeste Konsum-Story“
bleiben. Chinas Ökonomie sei längst nicht mehr vom Export getrieben.
Die Inlandsnachfrage mache mittlerweile mehr als zwei Drittel des
gesamten Wirtschaftswachstum des Landes aus. „Die Aussicht, dass
Trump zu einem Handelsstreit zurückkehrt, wiegt deshalb nicht schwer
in meinem Ausblick“, so Rothman. Schließlich habe Chinas Regierung
noch keinen ihrer Hebel betätigt, mit dem sie die Wirtschaft
ankurbeln kann. „Die Regierung ist völlig zufrieden mit dem
momentanen Zustand der Wirtschaft, denn sie möchte sich auch
weiterhin auf den Abbau von Risiken konzentrieren und sieht, dass
Trumps Strafzölle bislang keinen nennenswerten Eindruck hinterlassen
haben.“

Matthews Asia ist der größte spezialisierte Anbieter für
asiatische Investments in den USA mit einem verwalteten Vermögen von
29,1 Milliarden US-Dollar (Stand: 31. Oktober 2018). Seit seiner
Gründung 1991 verfolgt Matthews Asia einen fundamental getriebenen
Bottom-up-Investmentstil, der auf langfristige Performance zielt.
Außerhalb der Vereinigten Staaten bietet Matthews Asia zwölf
SICAV-Fonds an. Weitere Informationen sowie ausführliche
Research-Berichte zu den Märkten Asiens lesen Sie auf der
internationalen Website von Matthews Asia: global.matthewsasia.com.

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Hagen Gerle

Gerle Financial Communications Ltd
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