GECS Q3_ots.jpgMontvale (NJ)/ Zürich (ots) –

– Westeuropa blickt insgesamt pessimistisch auf die wirtschaftliche Entwicklung
– Deutschland kommt bisher im weltweiten Vergleich besser durch die Krise als andere
– Wirtschaftspolitische Maßnahmen greifen international unterschiedlich
– Verbraucher sparen mehr und verändern langfristig ihr Konsumverhalten In den vergangenen drei Monaten haben sich die Hoffnungen auf eine schnelle allgemeine Erholung der Wirtschaft weitgehend zerschlagen. Dabei stehen die Chancen in Deutschland für eine wirtschaftliche Erholung besser als in vielen anderen Ländern – das Land hat die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie bislang besser in den Griff bekommen als andere.Dies zeigen die jüngsten Zahlen des Global Economic Conditions Survey (GECS), einer weltweiten Studie des Institute of Management Accountants (IMA) und der Association of Chartered Certified Accountants (ACCA) unter mehr als 1.000 Wirtschaftsprüfern und CFOs. Die Studie beleuchtet den wirtschaftlichen Erholungsprozess in den unterschiedlichen Ländern und Regionen rund um den Globus.

Nach den schlagartig gefallenen Einkaufsindizes im zweiten Quartal 2020 stiegen diese im dritten Vierteljahr wieder. Mehr als 60 Prozent der Befragten in Westeuropa sehen einen maßgeblichen Aufschwung jedoch erst im späteren Verlauf des kommenden Jahres.

Insgesamt geben sich die Westeuropäer eher pessimistisch im Hinblick auf den wirtschaftlichen Wiederaufstieg. Deutlich optimistischer sind die Befragten in Nordamerika. Das ist insofern bemerkenswert, als dass die Unternehmen in beiden Wirtschaftsräumen weltweit gleichermaßen den besten Zugang zu finanziellen Mitteln haben. Dennoch stieg der Vertrauensindex im 3. Quartal 2020 in den USA auf einen Positivwert von knappen 20 Prozent, während er in Westeuropa im negativen Bereich verblieb.

Europas Wirtschaft stellt sich auf längere Erholungsphase ein

Übereinstimmend erwarten die Befragten weltweit, dass sich die Erholung der Wirtschaft bis weit in das kommende Jahr hinziehen wird. Westeuropa zeigt jedoch eine höhere Dynamik als alle anderen Regionen. Dennoch rechnen auch nahezu zwei Drittel der Studienteilnehmer aus Westeuropa frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2021mit einem Ende des Aufholprozesses. Das gilt auch für die deutsche Wirtschaft, die trotz vergleichsweiser guter Zahlen ebenfalls kaum vor diesem Zeitraum wieder zu alter Stärke zurückfinden wird.

Erfolgsrezept längere Kurzarbeit?

In diesem Zusammenhang geht es auch um die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen. Hier agieren die Länder uneinheitlich: So endet das britische Gegenstück zur Kurzarbeit bereits in diesem Monat, auch die Niederländer haben ihre kurzfristige Unterstützung zurückgefahren. Anders in Frankreich und Deutschland, wo die entsprechenden Programme bis ins nächste Jahr verlängert werden. Die unterschiedlichen Ansätze und Fristen zeigen einmal mehr die generelle Unsicherheit der westeuropäischen Länder – wobei Deutschland immerhin auf die guten bisherigen Erfahrungen mit der Kurzarbeit verweisen kann.

Verbraucherverhalten nachhaltig verändert – Wirtschaft und Politik müssen reagieren

Die Pandemie hat so weitreichende Auswirkungen, dass sie die Art und Weise, wie künftig Wachstum erzielt wird, nachhaltig ändern kann. Dabei spielt auch das Verbraucherverhalten eine Rolle – nach den Entbehrungen von Kurzarbeit und Lockdown haben viele Menschen ihr Konsumverhalten verändert und ihre Sparquote erhöht. Dies deutet darauf hin, dass der öffentliche Sektor möglicherweise für einige Zeit erhebliche Haushaltsdefizite ausweisen muss, um die Gesamtnachfrage zu stützen. Dabei ist glücklicherweise auch weiterhin mit einem niedrigen Zinsniveau zu rechnen.

Der komplette Report findet sich hier (https://www.imanet.org/-/media/060baa9a91004f0d9637bbfe609c2278.ashx?la=en).

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Der Global Economic Conditions Survey (GECS)

Der Global Economic Conditions Survey (GECS) ist die größte regelmäßig wiederkehrende Wirtschaftsumfrage unter Buchhaltern und Controllern weltweit. Sie wird seit mehr als zehn Jahren von den globalen Branchenverbänden ACCA und IMA durchgeführt. Die Kennzahlen und Ergebnisse spiegeln die wirtschaftliche Aktivität und geben wertvolle Einblicke in die Ansichten der Finanzfachleute – von Investitionsverhalten über Beschäftigung bis zu den Kosten. Aufgrund der vierteljährlichen Struktur und des Umfangs der Grundgesamtheit ist GECS ein zuverlässiger Indikator für jedes Unternehmen oder jede sozioökonomische Organisation. Die Daten für die aktuelle Q3-Studie wurden zwischen dem 25. August und dem 8. September 2020 unter 1.067 Mitgliedern des ACCA und des IMA erhoben, darunter mehr als 100 CFOs. Mehr Informationen finden Sie unter: https://www.imanet.org/insights-and-trends/global-economic-conditions-survey?ssopc=1

Über IMA® (Institute of Management Accountants)

Das IMA® (Institute of Management Accountants) ist einer der größten internationalen Verbände für Buchhalter und Finanzfachleute. Das IMA® unterstützt Buchhalter, Bilanzbuchhalter, CFOs, Wirtschaftsprüfer und andere Experten im Finanzbereich durch Forschung sowie die international anerkannte Fortbildung zum CMA (https://www.imanet.org/cma-certification?ssopc=1)® (Certified Management Accountant) und das CSCA®-Programm (Certified in Strategy and Competitive Analysis). Gerade die Ausbildung zum CMA gilt als maßgeblicher Faktor für eine Karriere im Bereich Finanzen. Weitere Fortbildungsangebote, ein intensives Networking sowie das strikte Eintreten für ethische Geschäftspraktiken gehören ebenfalls zu seinem Tätigkeitsbereich.

Das IMA verfügt über ein globales Netzwerk mit mehr als 140.000 Mitgliedern in 150 Ländern, davon rund 80.000 CMA-Träger. Vertreten sind hier auch 300 professionelle Chapter. Die Fachmagazine The Accountant/International Accounting Bulletin haben das IMA als Berufsverband der Jahre 2017 und 2018 ausgezeichnet.

Mit Hauptsitz in Montvale/N.J., USA, bietet das IMA in allen globalen Regionen, in denen das Institut aktiv ist (Nord- und Südamerika, Asien/Pazifik, Europa und Naher Osten/Indien) lokal spezifizierte Dienstleistungen an. In Europa hat das IMA derzeit über 3.000 Mitglieder und ist mit eigenen Büros in Amsterdam und Zürich vertreten. (Stand: September 2020)

Weitere Informationen über IMA finden Sie unter www.imanet.org (http://www.imanet.org).

Über ACCA (Association of Chartered Certified Accountants)

ACCA (Association of Chartered Certified Accountants) ist die globale Vereinigung professioneller Wirtschaftsprüfer, die erstklassige, geschäftsrelevante Qualifikationen für Personen mit entsprechender Eignung, Fähigkeiten und Ambitionen auf der ganzen Welt anbietet, die eine erfolgreiche Karriere in den Bereichen Buchhaltung, Finanzen und Management anstreben.

Die ACCA unterstützt ihre 227.000 Mitglieder und 544.000 Studenten (einschließlich Tochtergesellschaften) in 176 Ländern und hilft ihnen bei der Entwicklung erfolgreicher Karrieren im Rechnungswesen und in der Wirtschaft mit den von den Arbeitgebern geforderten Qualifikationen. ACCA arbeitet mit einem Netzwerk von 110 Büros und Niederlassungen und 7.571 anerkannten Arbeitgebern weltweit sowie 328 autorisierten Bildungsanbietern, die hohe Lern- und Entwicklungsstandards bieten. Durch ihren Auftrag im öffentlichen Interesse fördert ACCA eine angemessene Regulierung des Rechnungswesens und führt einschlägige Forschungsarbeiten durch, um sicherzustellen, dass der Ruf und der Einfluss des Rechnungswesens weiter wachsen.

Die ACCA hat wichtige Neuerungen in ihrer zentralen Ausbildung eingeführt, um sicherzustellen, dass ihre Mitglieder und zukünftigen Mitglieder auch weiterhin die weltweit am meisten geschätzten, aktuellsten und gefragtesten Buchhaltungsexperten sind. Seit ihrer Gründung im Jahr 1904 hat die ACCA stets einzigartige Werte vertreten: Chancen, Vielfalt, Innovation, Integrität und Rechenschaftspflicht. Weitere Informationen finden Sie hier: www.accaglobal.com (http://www.accaglobal.com)

Pressekontakt:

IMA/ FleishmanHillard Germany
Betty Lauerbach
betty.lauerbach@fleishman.com
Tel: +49- 69-405702 -461

ACCA
Helen Thompson
helen.thompson@accaglobal.com
Tel: +44 (0)20 7059 5759
Mobil: +44 (0)7725 498 654

Quelle:Globale Studie von IMA und ACCA unter 1.000 Finanzexperten / Deutschland gut aufgestellt für wirtschaftliche Erholung nach Corona


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