201008_Grafiken_IMX_Q3_Deutschland1.jpegBerlin (ots) – 3. Quartal 2020: Wohnimmobilienindex IMX von ImmoScout24

Wohnimmobilienpreise steigen weiter – nur die Preisdynamik bei Einfamilienhäusern nimmt ab

– Die Preise für Einfamilienhäuser im Bestand und Neubau verlieren nach deutlicher Steigerung im zweiten Quartal leicht an Dynamik.
– In der gesamtdeutschen Betrachtung stiegen die Preise für Eigentumswohnungen im Bestand am stärksten.
– Das Preiswachstum für neugebaute Wohnungen zum Kauf setzt sich fort.
– Die Wohnungsmieten für Bestandsimmobilien zeigen sich weiterhin stabil. Der Immobilienmarkt zeigt sich weiterhin krisenfest gegenüber den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die Angebotspreise für Wohnimmobilien zeigen über das Jahr gesehen kaum Corona-bedingte Effekte. Allerdings scheint sich die Preisdynamik für Bestandshäuser zum Kauf langsam umzukehren. Der aktuelle Wohnimmobilienindex IMX von ImmoScout24 weist für das dritte Quartal 2020 in Berlin, München und Frankfurt am Main rückläufige Preisentwicklungen für Einfamilienhäuser im Bestand aus. In München sind die die Preise für Neubau-Wohnungen im dritten Quartal 2020 leicht gesunken.

Deutschlandweite IMX-Analyse

Steigende Preise für Einfamilienhäuser im Neubau und Bestand: Geringere Dynamik im Vergleich zum vorigen Quartal

Deutschlandweit stiegen die Angebotspreise für Einfamilienhäuser im Neubau vom zweiten zum dritten Quartal 2020 leicht um 0,6 Prozent. Damit verliert das Preiswachstum etwas an Dynamik. Im zweiten Quartal hatten die Kaufpreise in diesem Segment noch durchschnittlich um 1,5 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2020 zugelegt. Ebenso verhält es sich bei Einfamilienhäusern im Bestand. Lag das durchschnittliche Preiswachstum vom zweiten Quartal zum ersten Quartal bei 1,7 Prozent, sind die Preise im dritten Quartal nur noch um 1,1 Prozent gestiegen.

Preiswachstum für Eigentumswohnungen setzt sich fort: Stärkster Anstieg im Bestandssegment

Im dritten Quartal 2020 stiegen die Angebotspreise für Bestands-Eigentumswohnungen deutschlandweit um 2,4 Prozent. Die Preise für Neubau-Wohnungen zum Kauf legten im gleichen Zeitraum um 1,4 Prozent zu. Im Jahresvergleich fällt das Preiswachstum mit durchschnittlich 10,1 Prozent ebenfalls stärker für das Bestandssegment aus. Die Kaufpreise neugebauter Eigentumswohnungen entwickelten sich mit einem Plus von 4,8 Prozent im Vergleich zum letzten Jahr nicht ganz so rasant.

„Deutschlandweit stiegen die Preise für Eigentumswohnungen im Bestand innerhalb eines Jahres deutlich stärker als im Neubaubereich. Die Dynamik fällt damit im Neubau-Segment etwas schwächer aus. Insgesamt sehen wir aber über die letzten Monate weiterhin eine stabile Preislage bei Wohnimmobilien“, sagt Dr. Thomas Schroeter, Geschäftsführer von ImmoScout24.

Weiterhin moderate Preisentwicklung für Mietwohnungen im Bestand

In der gesamtdeutschen Betrachtung gab es im dritten Quartal 2020 erneut nur moderate Steigerungen des Mietniveaus für Bestandswohnungen in Höhe von 0,3 Prozent. Damit setzt sich der Trend der letzten Quartale weiter fort.

Gemischtes Bild bei der Städtebetrachtung

Negative Preisentwicklung für Bestandshäuser in Berlin, München und Frankfurt am Main

Während im zweiten Quartal 2020 die Preise für Berliner Bestands-Einfamilienhäuser noch um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal stiegen, kehrt sich die wachsende Preisdynamik um. Vom zweiten zum dritten Quartal 2020 sanken die durchschnittlichen Angebotspreise in diesem Segment um 0,9 Prozent. Auch in München und Frankfurt am Main zeigte sich eine Kehrtwende. Der aktuelle IMX weist für die beiden Städte für das dritte Quartal ebenfalls eine negative Preisentwicklung von 3,8 bzw. 4,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal aus.

Positive Wachstumsraten für Bestands-Eigentumswohnungen in der Städtebetrachtung

Im Segment der Bestands-Eigentumswohnungen zeigt der Wohnimmobilien-Index IMX von ImmoScout24 in allen fünf betrachteten Metropolen steigende Angebotspreise. Der Quartalsvergleich zum zweiten Quartal 2020 zeigt für Berlin eine Preissteigerung von 2,8 Prozent, für München von 1,9 Prozent, für Hamburg von 1,5 Prozent, für Frankfurt am Main von 1,0 Prozent und für Köln von 0,9 Prozent. Allerdings fällt die Preisdynamik nicht mehr so stark aus wie im vorigen Quartal.

Preiskorrektur für Neubau-Wohnungen im preisintensiven Münchener Immobilienmarkt

Für die einzelnen Großstädte zeigt der IMX für Neubau-Wohnungen im dritten Quartal ein differenziertes Bild.

Am stärksten stiegen die Angebotspreise für eine neue Eigentumswohnung in Hamburg. Hier zogen die Kaufpreise gegenüber dem Vorquartal um 1,9 Prozent an. In Berlin stiegen in diesem Segment die durchschnittlichen Angebotspreise im Vergleich zum zweiten Quartal um 1,8 Prozent. War die Preisentwicklung mit -1,2 Prozent in Frankfurt am Main im zweiten Quartal noch negativ, stiegen die Angebotspreise für eine Neubau-Wohnung mit durchschnittlich 1,3 Prozent im dritten Quartal wieder deutlich an. Während in München vom ersten auf das zweite Quartal 2020 das durchschnittliche Preiswachstum für eine neue Eigentumswohnung noch bei 0,6 Prozent lag, sanken die Angebotspreise im dritten Quartal deutlich um 1,5 Prozent. In Köln stagnieren die Kaufpreise hingegen mit 0,1 Prozent.

„Im Wohnimmobilienmarkt ist derzeit viel Bewegung. Vor allem im Segment für Bestands-Einfamilienhäuser und Neubau-Wohnungen kam es in Teilmärkten im dritten Quartal zu Preisanpassungen. Die Preiskorrekturen zeigen sich vor allem in preisintensiven Märkten wie Berlin, Frankfurt am Main und München. Die Entwicklung des Marktes bleibt aber robust und der Wohnimmobilienmarkt ist trotz leichter Korrekturen krisenfest“, sagt Dr. Thomas Schroeter.

Moderates Preiswachstum für Wohnungsmieten im Bestand

In der Hauptstadt Berlin stiegen die Wohnungsmieten für Bestandsimmobilien, die älter als zwei Jahre sind, auf Basis der hedonischen Berechnungsmethode minimal (0,3 Prozent, Q2 2020 zu Q3 2020).

In Frankfurt am Main (+1,9 Prozent) und München (+ 1,4 Prozent) zeigt der IMX für das dritte Quartal, dass die Angebotsmieten im Vergleich zum vorigen Quartal stärker zugelegt haben. In Hamburg fällt das durchschnittliche Preiswachstum mit 0,7 Prozent hingegen deutlich geringer aus als im zweiten Quartal mit 1,4 Prozent.

Den aktuellen IMX für das dritte Quartal finden Sie hier: https://ots.de/T4g887

Über den IMX

Der IMX ist der Angebotsindex für Wohnimmobilien in Deutschland. Herausgeber ist ImmoScout24, Deutschlands größter Immobilienmarkt. Grundlage des IMX sind rund 15 Millionen Immobilienangebote, die seit 2004 auf ImmoScout24 inseriert wurden. Monatlich kommen rund 125.000 neue Objekte hinzu. Die Datenbasis des IMX umfasst sämtliche Immobilientypen – von der Eigentumswohnung bis zum Einfamilienhaus. Über eine Geocodierung sind alle Immobilien vollständig verortet und können ihrer Lage entsprechend exakt zugeordnet werden. Für die Erstellung des Indexwertes werden sämtliche Rohdaten nach der hedonisch statistischen Wertermittlungsmethode normiert. Die entsprechenden Umrechnungsfaktoren werden dabei laufend unmittelbar aus dem Marktgeschehen statistisch abgeleitet und stellen somit den tatsächlichen Einfluss einzelner Zustandskriterien auf den Preis dar. Dies gilt sowohl für sich verändernde Lageeigenschaften als auch für objektbezogene Eigenschaften wie etwa das Baujahr. Hierdurch werden Verzerrungen, die durch eine bloße Mittelung der Daten entstehen können, vermieden. Bei der hedonischen Glättung der Daten arbeitet ImmoScout24 mit dem Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsinstitut (RWI) in Essen zusammen.

Über ImmoScout24

ImmoScout24 (https://www.immobilienscout24.de/unternehmen.html) ist die führende Online-Plattform für Wohn- und Gewerbeimmobilien in Deutschland. Seit über 20 Jahren revolutioniert ImmoScout24 den Immobilienmarkt und unterstützt jeden Monat 14,8 Millionen Nutzer auf dem Weg ins neue Zuhause oder in die passende Gewerbefläche. Deshalb kennen 96 Prozent der Zielgruppe ImmoScout24. Mit seinen digitalen Lösungen schafft der Online-Marktplatz Orientierung und bringt Eigentümer, Makler und Suchende erfolgreich zusammen. ImmoScout24 arbeitet an dem Ziel, Transaktionen rund um die Immobilie digital abzuwickeln und dadurch komplexe Entscheidungen für seine Nutzer einfacher zu machen. Seit 2012 ist ImmoScout24 auch auf dem österreichischen Wohn- und Gewerbemarkt aktiv und erreicht monatlich rund 3 Millionen Suchende.

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Quelle:IMX-Analyse von ImmoScout24 zeigt: Wohnimmobilienpreise steigen weiter – nur die Preisdynamik bei Einfamilienhäusern nimmt ab


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