Kyoto/Neuss, 5. Februar 2019. Kyocera Corporation hat heute bekannt gegeben, dass sich die europäische Zentrale, die Kyocera Fineceramics GmbH mit Sitz in Deutschland, mit H.C. Starck GmbH über den Erwerb aller Anteile ihrer Tochtergesellschaft H.C. Starck Ceramics GmbH, einer europäischen Produktions- und Vertriebsgesellschaft für Hochleistungskeramik mit Sitz in Selb, Deutschland, geeinigt hat. H.C. Starck Ceramics wird Teil der Kyocera Gruppe und im Frühjahr 2019, nach Zustimmung zuständiger Behörden, den Betrieb aufnehmen[1].

Hintergrund und Ziele der Übernahme
Seit seiner Gründung im Jahr 1959 hat Kyocera Feinkeramikkomponenten für unterschiedliche Marktsegmente geliefert, darunter Industrieanlagen, Kommunikationsgeräte, medizinische Geräte und Anlagen für erneuerbare Energien. Durch den Einsatz von Technologien, die auf langjähriger Forschung, Entwicklung und Herstellung von Feinkeramik basieren, hat Kyocera die Entwicklung zahlreicher anderer Industrien unterstützt.
Während Kyocera in den letzten Jahren in Japan und den USA in die Steigerung der Produktionskapazität von Feinkeramikkomponenten investiert hat, verfügt das Unternehmen in Europa derzeit noch nicht über eine Einrichtung zur Herstellung von Feinkeramikkomponenten. Durch die Nutzung der Produktionsanlagen von H.C. Starck Ceramics wird Kyocera nun in der Lage sein, schnell auf Kunden in Europa zu reagieren und die wachsende Marktnachfrage von Feinkeramikkomponenten für Industriemaschinen zu decken.

H.C. Starck Ceramics wurde 1985 unter dem Namen „Hutschenreuther Technische Keramik“ gegründet und wurde 2001 Teil der H.C. Starck-Gruppe. H.C. Starck Ceramics verfügt über eine reaktionsgebundene Siliziumkarbid-Prozesstechnologie (RBSiC [2]), eine für Kyocera neue Technologie, die die Herstellung großer sowie komplex geformter Keramikteile mit einer sehr hohen Steifheit ermöglicht. Das neu erworbene Unternehmen bringt zudem hocheffiziente Produktionsanlagen mit modernen Technologien wie künstlicher Intelligenz (AI) mit.

Durch die Akquisition von H.C. Starck Ceramics, die mit dem Besitz an feinkeramischen Produktionsanlagen in Europa und innovativen Technologien einhergeht, will Kyocera den Feinkeramikvertrieb weltweit weiter ausbauen.

Übersicht über H.C. Stark Ceramics GmbH
Firmenname: H.C. Starck Ceramics GmbH
CEO: Dr.-Ing. Carsten Russner
Gründung: 1985
Standort: Selb, Bayern, Germany
Unternehmensüberblick: Herstellung und Vertrieb fortschrittlicher Keramikkomponenten
Mitarbeiter: 213 (Stand: 31. Januar 2019)

[1] Der Abschluss der Akquisition steht unter dem Vorbehalt der Einreichung von Zulassungsanträgen und der Einholung von Genehmigungen von Verwaltungsbehörden, die unter den kartellrechtlichen und investitionsbezogenen Vorschriften in den jeweiligen Ländern erforderlich sind.
[2] Das reaktionsgebundene Siliziumkarbid (RBSiC) ist eine Art von Keramik, die beim Brennen das Maß nicht verändert.

Die Kyocera Corporation mit Hauptsitz in Kyoto ist einer der weltweit führenden Anbieter feinkeramischer Komponenten für die Technologieindustrie. Strategisch wichtige Geschäftsfelder der aus 264 Tochtergesellschaften (31. März 2018) bestehenden Kyocera -Gruppe bilden Informations- und Kommunikationstechnologie, Produkte zur Steigerung der Lebensqualität sowie umweltverträgliche Produkte. Der Technologiekonzern ist weltweit einer der ältesten Produzenten von Solarenergie-Systemen, mit mehr als 40 Jahren Branchenerfahrung. 2017 belegte Kyocera Platz 522 in der „Global 2000“-Liste des Forbes Magazins, die die größten börsennotierten Unternehmen weltweit beinhaltet.
Mit etwa 75.000 Mitarbeitern erwirtschaftete Kyocera im Geschäftsjahr 2017/2018 einen Netto-Jahresumsatz von rund 12,04 Milliarden Euro. In Europa vertreibt das Unternehmen u. a. Drucker und digitale Kopiersysteme, mikroelektronische Bauteile und Feinkeramik-Produkte. Kyocera ist in Deutschland mit zwei eigenständigen Gesellschaften vertreten: der Kyocera Fineceramics GmbH in Neuss und Esslingen sowie der Kyocera Document Solutions in Meerbusch.
Das Unternehmen engagiert sich auch kulturell: Über die vom Firmengründer ins Leben gerufene und nach ihm benannte Inamori-Stiftung wird der imageträchtige Kyoto-Preis als eine der weltweit höchstdotierten Auszeichnungen für das Lebenswerk hochrangiger Wissenschaftler und Künstler verliehen (umgerechnet zurzeit ca. 764.000 Euro*).

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