1_Zeitreise_Treuhand.jpgLeipzig (ots) – Die MDR/ARTE-Dokumentation „D-Mark, Einheit, Vaterland – Das schwierige Erbe der Treuhand“ ist am Mittwoch (30.09.2020) mit dem Deutschen Wirtschaftsfilmpreis in der Kategorie „Wirtschaft gut erklärt“ ausgezeichnet worden. Außerdem wurde das Datenprojekt „Warum die Treuhand das Land spaltet“ mit dem Medienpreis „Rufer“ geehrt.

Die Treuhand – kaum ein Begriff löst(e) in Ostdeutschland stärkere Reaktionen aus, denn der Wechsel von der Plan- zur Marktwirtschaft bedeutete für Millionen Ostdeutsche den Weg in die Arbeitslosigkeit. In der MDR/ARTE-Dokumentation „D-Mark, Einheit, Vaterland – Das schwierige Erbe der Treuhand“ zieht Birgit Breuel, die ehemalige Präsidentin der Treuhandanstalt, 30 Jahre nach der Wiedervereinigung Bilanz. Der eindrucksvolle Film von Inge Kloepfer und Jobst Knigge (Vincent TV) wurde am Mittwoch, 29. September, mit dem renommierten Deutschen Wirtschaftsfilmpreis 2020 ausgezeichnet. Verantwortliche Redakteurin des MDR ist Anaïs Roth.

„Eine Reportage, die fesselt, die Geschichte lebendig macht, die hervorragend recherchiert ist und ein vielschichtiges Bild der komplexen wirtschaftlichen Zusammenhänge nach der Wende zeigt. Der Film überzeugt mit starken Bildern, einem raffinierten, sehr klugen Drehbuch und einer hochprofessionellen Machart. Wirtschaftsgeschichte at its best!“, lautete die Begründung der Jury.

„Der Film hat diese Auszeichnung absolut verdient – nicht nur weil er gut erklärt und aufklärt, sondern weil er tiefe, bis dato verborgene Einblicke bietet in das ‚Kapitel der Kränkung‘, das noch heute bei vielen Ostdeutschen, die damals millionenfach ihre Lebensgrundlage verloren hatten, nachwirkt“, freut sich MDR-Programmdirektorin Dr. Katja Wildermuth über den renommierten Preis und dass sich der MDR gegen starke internationale Konkurrenz durchsetzen konnte. „Ich danke allen Beteiligten – auch unseren Partnerinnen und Partnern bei ARTE.“

Die ausgezeichnete Dokumentation ist bis 31. Oktober 2020 in der ARD Mediathek (https://www.ardmediathek.de/mdr/video/mdr-dok/d-mark-einheit-vaterland-das-schwierige-erbe-der-treuhand/mdr-fernsehen/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy83ZWFkMjFjMS03M2FmLTQ5M2QtYjI3ZC04OGY5ZDYzNmE1YTI/) zu sehen.

Der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gestiftete Wirtschaftsfilmpreis ist einer der ältesten deutschen Filmpreise überhaupt. Er dient der Förderung deutscher Filme, die sich mit Themen der modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland befassen. In der Kategorie „Wirtschaft gut erklärt“ hat die Jury in diesem Jahr zwei erste Plätze sowie einen Sonderpreis der Jury vergeben.

Medienpreis „Rufer“ für Treuhand-Onlineprojekt des MDR

Mit dem Onlineprojekt „Warum die Treuhand das Land spaltet“ (www.treuhand-mythos.de (http://www.treuhand-mythos.de)) von Michael Schönherr, das bereits für den Grimme-Online-Award nominiert war, wurde eine weitere MDR-Produktion zum Thema Treuhand ausgezeichnet. In Zusammenarbeit mit der Hoferichter & Jacobs GmbH hat der MDR ein interaktives Projekt entwickelt, das 5.000 Treuhandunternehmen und ihre Schicksale abbildet. Das Online-Projekt wurde ebenfalls am Mittwoch mit dem von den Industrie- und Handelskammern des Landes Mecklenburg-Vorpommern (IHKs in MV) ausgelobten Medienpreis „Rufer“ ausgezeichnet.

Pressekontakt:

MDR, Presse und Information, Birgit Friedrich, Tel.: (0341) 3 00 65
45, E-Mail: presse@mdr.de, Twitter: @MDRpresse

Quelle:MDR-Doku gewinnt Deutschen Wirtschaftsfilmpreis 2020


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